Hermann Schreiber: Einbruch ins Paradies, Paul Neff Verlag, Wien, 227 S., 4,80 DM.

Das ist ein "Camping"-Roman, wo der moderne Mensch moderne Abenteuer erlebt. Hier ist der moderne Mensch ein Generaldirektor mit dicker Brieftasche und ebensolchem Bauch. Vor dem bißchen Dreck an seinem Stecken entflieht er unter ein Zeltdach, und auf der Gummimatratze darunter kuriert er sich von erotischer und psychischer Torschlußpanik.

Lucien Marchai: Der Magier des Sertao, Paul Neff Verlag, Wien, 471 S., 13,80 DM.

Die unglaubliche Abenteuergeschichte eines religiösen Mystikers in Brasilien. Die an Ort und Stelle gewonnene Kenntnis des Autors von der verwirrenden Rassenmischung verhärten die Schilderung vom Bau und Untergang einer in unverdautem Religionswahn entstandenen Stadt zum Tatsachenbericht. – Nicht immer gelingt Marchai ganz ohne philosophisches Meditieren, das friedliche Nebeneinander von Gebet und Revolver, von Ethik und Unmoral plausibel zu machen.

Barnaby Conrad: Der Matador, Diana Verlag, Stuttgart, 255 S., Leinen, 11,80 DM.

Conrad, lange Zeit amerikanischer Konsul in Sevilla, ließ sich in der Arena selbst auf das Abenteuer des Stierkampfes ein. – Kein Autor und auch nicht Hemingway hat dieses lebensgefährliche Spiel besser geschildert.

Rumer Godden: Eisvogel fängt Feuer, Paul Zsolnay Verlag, Wien, 360 S., 12,80 DM,