Eines der führenden deutschen Unternehmen auf dem Gebiet der Optik und der Feinmechanik, die Optische Werke J. D. Möller GmbH., in Wedel bei Hamburg, feierte am November das 90jährige Firmenjubiläum. Gegründet wurde das Unternehmen 1864 von dem damals 20 Jahre alten Malergesellen Johann Diedrich Möller, der aus reiner Liebhaberei sich der Optik verschrieben hatte. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der anfangs bescheidene Handwerksbetrieb zu einem weltbekannten Industriewerk, das heute 600 Arbeitnehmer beschäftigt und über 50 v. H. der Produktion an feinmechanischen und optischen Erzeugnissen in alle Länder der Welt exportiert.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Böhrnsen lobte anläßlich der 90-Jahr-Feier den unternehmerischen Wagemut, die Gründlichkeit, den Fleiß und die vorbildliche Präzisionsarbeit dieses rührigen Unternehmens und überreichte dem heute 74jährigen Seniorchef Hugo Möller im Auftrage des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz. Das Unternehmen, das über ein Gesellschaftskapital von 2,96 Mill. DM verfügt, wird jetzt in der dritten Generation von den Söhnen des Seniorchefs geleitet.

Zu den konstruktiven Neuschöpfungen der jüngsten Zeit, mit denen das Werk auf den Weltmärkten gegen schärfste internationale Konkurrenz in den Vordergrund getreten ist, gehören u. a. das anmorphotische Vorsatzobjektiv für das Cinemascope-System, das Möller-Kolposkop für den Gynäkologen, ein moderner Fotofeldstecher und ein neuartiges Zielfernrohr. Hauptabnehmer der Auslandslieferungen des Werkes sind die USA, die skandinavischen Staaten und viele andere Länder in Europa und in Übersee. Das Unternehmen, das dem Luftkrieg und 1945 der alliierten Demontage zum Opfer gefallen war, verfügt heute wieder über einen modernen Maschinenpark und ist bekannt für besonders fortschrittliche Fertigungsmethoden, in denen sich aber auch eine gesunde handwerkliche Tradition bewahrt hat. w e.

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Als Standort des geplanten VW-Zweigwerkes steht ein Gelände in Hannover-Stöcken, unmittelbar am Mittellandkanal, zur Diskussion. Der Vorteil dieses Geländes liegt in dem rationellen Materialtransport und auch in der bequemen Beförderung der Belegschaft, die etwa 5000 Menschen betragen wird

In der AR-Sitzung der Bergbau-Aktiengesellschaft Neue Hoffnung in Oberhausen wurde der Jahresabschluß für 1953 festgestellt und beschlossen, der HV die Verteilung einer Dividende von 4 v. H. auf das Grundkapital von 104 Mill. DM vorzuschlagen. Die HV wird mit Rücksicht auf den Aktienumtausch voraussichtlich im Februar 1955 stattfinden.