Die Deutsche Dampfschifffahrts-Gesellschaft "Hansa", Bremen, verwendet den im Geschäftsjahr 1953 ausgewiesenen Jahresgewinn in Höhe von 3,87 Mill. DM – allerdings sind im Gegensatz zum Vorjahr nur 0,88 Mill. DM gegenüber 8,73 Mill. DM Sonderabschreibungen gern. § 7d EStG vorgenommen worden – zur Teiltilgung des Verlustvortrages, der sich dadurch auf 0,95 Mill. DM verringert er soll, weiter vorgetragen werden. Der Bericht bezeichnet das Gesamtergebnis des Geschäftsjahres als befriedigend, wenn auch trotz der größeren zur Verfügung stehenden Tonnage die Resultate des vorangegangenen Jahres nicht erzielt werden konnten. Der internationale Frachtenmarkt hatte während des gesamten Jahres eine fallende Tendenz, so daß die Tariftaten, insbesondere für einige Massengüter, auf ein sehr niedriges Niveau geraten sind. Im ausgehenden Verkehr waren die Ladungsmengen zufriedenstellend, im rückkehrenden Verkehr konnte die Tonnage nicht immer voll ausgenutzt werden.

Im Berichtsjahr sind vierneue Motorschiffe und im laufenden Geschäftsjahr weitere fünf in Dienst gestellt worden, ein sechstes Motorschiff der "Felsklasse" soll im November zur Ablieferung kommen. Außerdem hat die Gesellschaft 1954 die Motorschiffe "Iran" und "Irak" und das Werkstattschiff von der Omgus käuflich erworben. Fünf weitere Neubauten vom Typ des MS "Lichtenfels" sind in Auftrag gegeben worden. Da auch diese Tonnage noch nicht ausreichen wird, die berechtigten Wünsche der Ablader hinsichtlich Häufigkeit und Regelmäßigkeit der Dienste zu erfüllen, ist darüber hinaus ein werterer Ausbau der Flotte beabsichtigt. Diesem Zwecke dient auch die beabsichtigte Erhöhung des Grundkapitals von bisher 6 Mill. DM um 9 Mill. DM auf 15 Mill. DM, über die die HV am 19. November Beschluß, fassen soll. V.

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Die Braunschweigisch-Hannoversche Hypothekenbank in Braunschweig, deren AK im Verhältnis 2:1 auf 2 Mill. DM festgesetzt und im Mai 1953 auf 3 Mill. DM erhöht wurde, teilte in einer Prospektbekanntmachung über die Zulassung der neuen Aktien zur Börse mit, daß der Wiederaufbau des neuen Geschäfts stetig fortgeschritten ist und die Bilanzsumme, die Ende 1953 rund 161,7 Mill. DM betrug, jetzt bereits die 200-Mill. DM-Grenze überschritten hat. Am 31. August 1954 betrug der Umlauf an Pfandbriefen 88,05 Mill. DM und an Kommunalschuldverschreibungen 19,21 Mill. DM. Für 1953 wurden 7 v. H. Dividende auf 3 Mill. DM-Aktien mit halber Dividendenberechtigung der neuen Aktien ausgeschüttet. Die 7c/7d-Sammelaktion wird von der Hamburger Sparcasse von 1827 jetzt fortgesetzt, nachdem sie sich bereits in den vergangenen drei Jahren bewährt hat. Mehr als 83 Mill DM konnten durch diese Sparkasse dem Wohnungsbau und für den Aufbau der deutschen Handelsflotte zur Verfügung gestellt werden.

Die Mannheimer Versicherungsgesellschaft, Mannheim, hat aus Anlaß ihres 75. Geschäftsjubiläums eine Festschrift, und erstmals zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft, der Mannheimer Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, Mannheim, vorläufige Geschältsübersichten für 1948 bis 1953 herausgegeben. Beide Gesellschaften zusammen hatten 1953 eine Prämieneinnahme von rd. 46 Mill. DM; 1954 werden sie 50 Mill. DM erreichen. Damit hat die Mannheimer Versicherungsgesellschaft ihren Vorkriegsstandmehr als verdoppelt. Die Mannheimer Lebensversicherungs-Gesellschaft AG mit einer Versicherungssumme von mehr als 130 Mill. DM hat ihr Vorkriegsvolumen übertroften. Die Mannheimer arbeitet jetzt wieder in Uruguay, Italien und der Türkei in der Transportversicherung. – daß Mannheimer Lebensversicherungs-Gesellschaft AG teilt mit, daß der Versicherungsbestand sich wie folgt entwickelt hat: 1949: 43,47 Mill. DM, 1952: 37,42 Mill, DM, 1953: 117,23 Mill. DM. Inzwischen hat der Versicherungsbestand 130 Mill. DM überschritten. Im Neugeschäft wurden 1953 allein 50 v. H. des Versicherungsbestandes von Ende 1952 beantragt. Im laufenden Geschäftsjahr liegt das Neugeschäft in den ersten sieben Monaten um annähernd 20 v. H. über dem Neugeschäft der 1954’sind Vorjahrszeit. Seit der Währungsreform bis Mille 1954 sind rund 6,5 Mill. DM Versicherungsleistungen gezahlt worden. Auch die Mannheimer Lebensversicherungs-Gesellschaft der glaubt sagen zu können, daß die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft positiv zu beurteilen ist und erwartet für 1954 ein befriedigendes Ergebnis.

Hannoversche Lebensversicherung a. G., vormals Preußischer Beamten-Verein. Dieser Gegenseitigkeitsverein legt DM-EB und DM-Abschlüsse für die Zeit bis Ende 1952 vor. Die Mitgliederversammlung genehmigte die DM-EB, nahm die Jahresabschlüsse für die Geschäftsjahre 1948/49 bis 1952 zur Kenntnis, entlastete Vorstand und AR und nahm die erforderlichen Wahlen vor. Der Versicherungsbestand, der am Währungsstichtag 213 Mill. DM betrug, sank bis 1950 lediglich auf 190 Mill. DM und wuchs bis Ende 1952 auf 210 Mill. und bis Ende Juli 1954 weiter auf über 230 Mill. DM. Die Beitragseinnahme erreichte 1953 die Höhe von 12,27 Mill. DM und entwickelt sich auch 1954 weiter aufwärts. Auf Grund der günstigen Betriebsüberschüsse hat der Verein ansehnliche Versicherten-Gewinnanteile für Groß-Lebensversicherungen erklärt; insbesondere gewährt er – einein der Lebensversicherung ungewöhnliche Leistung – Jahersgewimmanteile für die Zeit von 1949 an. Die Gewinnsätze des Vereins gelten bereits für das Kalenderjahr, in dem die Versicherung abgeschlossen wurde. Bei Versicherungen mittleren Eintrittsalters und mittlerer Dauer ergeben sich erstjährige Gewinnanteile von mehr als 17 v. H. des Jahresbeitrages, Nachleistungen für 1949 bis 1952 in Höhe von etwa drei Vierteln eines Jahresbeitrages zu den 1949 begonnenen Versicherungen und noch höhere Leistungen zu den schon länger bestehenden Versicherungen.

Die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG, Hamburg, legte der HV die DM-EB und die Abschlüsse für die Geschäftsjahre seit der Währungsreform bis 1952 einschl. vor. Das Grundkapital der Gesellschaft wird von bisher 5 Mill. RM mit 70 prozentiger Einzahlung auf 1,5 Mill. DM mit 90 prozentiger Einzahlung umgestellt. Daneben wird die ges. Rücklage mit 0,15 Mill. DM, eine freie Rucktage mit 0,40 Mill. DM und eine Gewinnrückstellung der Versicherten in Höhe von 1,28 Mill. DM gebildet... Für 1952 erhalten die Aktionäre 5 v. H. Dividende und für 1950 und 1951 je 4 v. H. Dividende, das verbundene Geschäftsjahr 1948/49 bleibt ohne Verzinsung. Der Reingewinn betrug 1951 und 1952 jeweils 0,08 Mill. DM, 1950 rd. 0,09 Mill. DM und 1948/49 rd. 0,04 Mill. DM. Bis zum Bilanzstichtag, 31. 12. 1952, erzielte die Gesellschaft einen Gesamt-Bruttoüberschuß von 13,42 Mill. DM Daraus wurden rd. 98 v. H. der Gewinnrückstellung der Versicherten zugeführt. Das Geschäft hat sich seit der Währungsreform sehr günstig entwickelt. Von 451 Mill. DM zum Zeitpunkt der Währungsreform ist der Versicherungsbestand bis Ende 1952 auf 545 Mill. DM gestiegen. Voraussichtlich wird er bis Ende 1954 rd. 650 Mill. DM erreichen.

Die Allgemeine Rentenanstalt, Lebens- und Rentenversicherung AG Stuttgart, hatte 1953 ihr bisher erfolgreichstes Geschäftsjahr seit der Währungsreform, Der Zugang an Versicherungen belief sich in diesem Jahr auf den Gesamtbetrag von 72,49 (1952: 60.69) Mill. DM, die Prämieneinnahmen sind auf 13.34 (12,38) Mill. DM. gestiegen. Wie auf der HV mitgeteilt wurde, hat sich der Abgang in normalen Grenzen gehalten. Die Versicherungsteistungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 4,43 (4,13), alles in Mill. DM. Bei günstigstem Sterblichkeitsverlauf ergab sich ein Überschuß von 1,79 (1,16), von dem 1,75 (1,13) der Gewinnrückstellung für die Versicherten zugewiesen werden. Die Rückstellung erhöht sich damit auf rd. 5.3 (3,6). Die Aktionäre erhalten insgesamt 32-110 (25 300) DM auf nom. 1,05 Mill. DM Grundkapital, das entspricht einer Dividende von wieder rd. 6,85 v. H.