Die HV der Torpedo - Werke A G (Fahrräder und Schreibmaschinen), Frankfurt/M., hat beschlossen, für 1953/54 (31. März) eine Dividende von 8 v. H. zu verteilen. Die Gesellschaft hat zuletzt für das eingelegte, acht Monate umfassende Rumpfgeschäftsjahr (1. August 1952 bis 31. März 1953) ebenfalls 8 v. H. gezahlt, das entspricht 12 v. H. Jahresdividende, davor für 1951/52 eine Dividende von 6 v. H. Großaktionär des 3,2 Mill. DM betragenden Grundkapitals ist die Remington Rand Inc., New York. Der Umsatz ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr im Wert um 21,3 (18,9) v. H. gestiegen. An dieser Zunahme des Umsatzes sind u. a. insbesondere eine vereinfachte Büroschreibmaschine beteiligt, sodann Kleinschreibmaschinen, Auch im Buchungsmaschinengeschäft brachten. verschiedene Neuerungen über dem Vorjahr liegende Verkaufserfolge.

Der Geschäftsbericht stellt sodann fest, daß ganz allgemein die Aufnahmefähigkeit des Marktes in Markenfahrrädern eine Grenze erreicht hat, die sich unter den derzeitigen Verhältnissen nicht steigern läßt. Torpedo hat diese Lage dadurch ausgeglichen, daß im Werk Alzenau (Bayern) mit gutem Erfolg seit Ende 1953 die Fertigung von Mopeds (führerschein- und steuerfreie motorisierte Fahrräder) aufgenommen worden ist. Auf diese Weise hatte das Zweiradgeschäft eine Umsatzzunahme zu verzeichnen. Auch in den ersten sieben Monaten des laufenden Geschäftsjahres, also bis einschließlich Oktober 1954, ist der Gesamtumsatz weiter gestiegen! insbesondere war das im Auslandsgeschäft der Fall. Der Auftragsbestand in Buchungsmaschinen ist zur Zeit höher als zur gleichen Vorjahreszeit. Die Geschäftsleitung rechnet auch für 1954/55 mit einem guten Ergebnis. Am letzten Bilanzstichtag beschäftigte das Unternehmen rund 2000 Personen, etwa 200 mehr als am 31. März 1953. An freiwilligen sozialen Leistungen wurden 0,79 Mill. DM verausgabt. D.

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Die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG ist zur Zeit im Lastkraftwagenbau voll beschäftigt! es liegen Aufträge für mehrere Monate vor. Nachfrage besteht aus dem In- und Ausland für alle LKW- und Omnibustypen, wobei die Kunden ausdrücklich auf den Einbau des neuen geräuscharmen M-Dieselmotors Wert legen. Bei Schwerstlastwagen ist die Nachfrage wegen der beabsichtigten Änderung der Verkehrsgesetze im Inland rückläufig, im Export aber sind auch diese Typen gut gefragt. Der regenreiche Sommer hat eine gewisse Stagnation im Omnibusgeschäft gebracht. Hier sei, so betont man übereinstimmend, ein gewisser Zug zum mittleren Bus mit einem Fassungsvermögen zwischen 40 und 50 Personen zu bemerken. Auf dem LKW-Gebiet sind die Fahrzeuge, der 6–7-Tonnenklasse am meisten gefragt. Hauptabnehmer sind die westeuropäischen Länder, darunter vor allem Belgien, die Türkei, die Niederlande. Das O-Busgeschäft hat sich im Inland normal, im Export etwas lebhafter entwickelt. Die Verwaltung ist überzeugt, daß die Produktion auch in den Wintermonaten voll aufrechterhalten werden kann.

Das Wolfsburger Volkswagenwerk stand auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit 100 727 Einheiten an der Spitze der europäischen Automobilindustrie. Es folgen Reynault (Frankreich) mit 79 321, Fiat (Italien) mit 78 684, Opel (Deutschland) mit 61 626 und Citroen (Frankreich) mit 52 206 Fahrzeugen.

Die Horex-Werke KG., Bad Homburg v. d. H., beginnt im Dezember mit der Produktion eines leistungsstarken 2-Zylinder-Motorrades. Darüber hinaus wird bekannt, daß sich das Unternehmen mit Entwicklungsarbeiten für einen mehrsitzigen Kleinstwagen beschäftigt. Ferner ist der Bau eines neuartigen 2-Rad-Fahrzeuges verschiedener Hubraumklassen geplant, das in dem jetzt bestehenden Typenprogramm eine Lücke schließen soll.

Die Triumph-Werke Nürnberg AG hat jetzt eine neue Ausführung der Triumph-Matura mit elektrischer Wagenrückführ- und Zeilentransporteinrichtung auf den Markt gebracht, die sich reger Nachfrage erfreut. Die Abteilung Schreibmaschinenbau ist zur Zeit voll beschäftigt und für mehrere Monate mit Aufträgen versehen. Für Klein- und Büromaschinen müssen längere Lieferfristen in Anspruch genommen werden. 25 v. H. der Schreibmaschinenproduktion geht in den Export. Im Schreibmaschinenbau sind jetzt 1850 Personen beschäftigt. Insgesamt sind über 3000 Personen in dem Unternehmen tätig.