Der Literaturpreis des Landes Niedersachsen 1954 in Höhe von 5000 DM wurde zwischen dem in München lebenden Lyriker und Erzähler Georg von der Vring und dem Hamburger Dramatiker und Erzähler Hans Henny Jahnn geteilt. Von Jahnn kam erst kürzlich im Deutschen Schauspielhaus, Hamburg, der "Neue Lübecker Totentanz" zur – leider nicht szenischen – Wiedergabe und erweckte ein ebenso zwiespältiges wie lebhaftes Interesse, wie überhaupt die in ihrer Art scharf geprägte Gestalt dieses Dichters, der ein großer Sprachkünstler und zugleich ein genialer Meister des Orgelbaues ist, immer wieder Gegenstand erregter Diskussion ist. Im Dezember wird er 60 Jahre alt.