Die von der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt herausgegebenen Inhaber-Schuldverschreibungen, die sog. Landwirtschaftsbriefe haben sich als beliebtes Anlagepapier erwiesen. Die beiden bis jetzt herausgegebenen Emissionen wurden in allerkürzester Zeit untergebracht. Wenn jetzt die Landwirtschaftliche Rentenbank mit einer dritten Reihe, d. h. mit einer Emission von 20 Mill. DM 6 1/2 %igen Papieren herauskommt, dann rechnet sie auch diesmal wieder mit einem vollen Zeichnungserfolg, obwohl die Konditionen ungünstiger sind als bei den vorausgegangenen beiden Reihen, die 7 1/2 bzw. 7 v. H. Zinsen bringen.

Die Effektivverzinsung der neuen Papiere liegt mit etwa 4,8 v. H. sogar unter der normaler Sozialpfandbriefe. Die Landwirtschaftliche Rentenbank rechnet offenbar damit, daß um die Jahreswende der alte Typ von steuerbegünstigten Papieren verkauft sein wird und daß sie dann mit ihren 6 1/2 %igen Papieren richtig im Markte liegt. In der Rangordnung der Wertpapiere rangieren Landwirtschaftsbriefe zwischen Hypotheken-Pfandbriefen und Industrieobligationen. Die entsprechenden Emissionen werden, da sie oft, wie auch diesmal, zu einem Zeitpunkt erfolgen, an dem die allgemeine Börsenlage nicht klar ist, sinnvoller Weise als Erkundungs-Emissionen gewertet. – eb.