Im Frankfurter Clipper-Club der PAA berichtete der Rüdesheimer Exportkaufmann Roland Beissert über seine Erfahrungen, die er im Mittleren und Fernen Osten über die Absatzchancen für alkoholische Getränke aus Deutschland sammeln konnte. Viereinhalb Monate hatte er diese Absatzmöglichkeiten an Ort und Stelle im Auftrage einer Reihe führender deutscher Getränkefirmen untersucht. Zu: den Firmen gehören u. a. Asbach & Co., Rüdesheim H. C. König, Steinhagen, Mampe, Berlin; Burgeff, Hochheim; Weingut Guntrum, Nierstein Hennigerbräu, Frankfurt a. Main,

Beissert erklärte: "Mittel- und Fernost ist kein leichter Exportmarkt, zumal der relativ niedrige Lebensstandard, die verschiedenen dem AlkoholgenuB entgegenstehenden Religionsvorschriften und die Autonomiebestrebungen einzelner Staaten recht ansehnliche Schwierigkeiten bereiten." Daß trotzdem aber für die deutsche Getränkeindustrie gewisse Absatzchancen bestehen, beweisen einige sehr erfolgversprechende Geschäftsanbahnungen, die Beissert als Anfangserfolg mitbringen konnte. Vor allem haben seine Untersuchungen ergeben, daß die Verselbständigung der ehemaligen Kolonialstaaten die Absatzchancen für europäische Waren keineswegs mindert; die politischen Veränderungen führen höchstens zu einem Austausch der bisherigen europäischen Bezugsländer. – Das ist eine Feststellung, die wohl für die gesamte deutsche Exportwirtschaft Gültigkeit haben dürfte. M.