x. y., Halle

Über seinen Aufstieg in die Hierarchie der Aktivisten berichtet der "Held der Arbeit" Walter Große aus dem Eisenhüttenwerk Thale in der SED-Zeitung "Freiheit":

"Unser Aufbau, machte die Steigerung der Badewannenproduktion erforderlich. Deshalb wurde bei uns eine Kolonne, aus mir und einem Kollegen bestehend, eingerichtet. Wir zwei produzierten täglich fünf Badewannen.

Ich erkannte 1949 die Richtigkeit der Hennecke-Bewegung, und nach einer gründlichen Aussprache mit meinem Kollegen kamen wir überein, von nun an täglich sechs Badewannen herzustellen. Das war nun unsere Norm.

Dann wurde die Losung unserer Kollegin Frida Hockauf ‚So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben‘ auch für mich zum Leitsatz. Von nun an produzierte ich mit meinem Kollegen täglich sieben Badewannen.

Um den Kollegen zu beweisen, daß aber noch höhere Leistungen möglich waren, übernahm ich im März dieses Jahres die Verpflichtung, bis zum Jahresende noch zweihundert Badewannen mehr zu produzieren. Wir stellten in meiner Kolonne täglich nun acht Badewannen her. Daraufhin gingen die anderen Kollegen ebenfalls dazu über, von jetzt an täglich acht Badewannen anzufertigen. Hin und wieder stellten alle Kollegen auch neun Badewannen her. Und wenn es sich um Hochleistungsschichten handelte, je Kolonne auch zehn Badewannen."