Howaldtswerke Hamburg: 6 v. H. Dividende. Die im Eigentum der Bundesrepublik befindliche Howaldtswerke Hamburg AG lieferte im Geschäftsjahr. 1953/54 (31. August) 135 864 tdw Neubautonnage ab, gegenüber 90 898 tdw im Vorjahr. Auch im Reparaturgeschäft konnte die Gesellschaft ihren Umsatz steigern. Zu dem günstigen Ergebnis trug hier insbesondere die Inbetriebnahme des neuerbauten. 000 t großen Schwimmdocks bei. Der Motoren- und Turbinenbau war ebenfalls gut beschäftigt. Am Gesamtumsatz des Unternehmens war das Auslandsgeschäft mit rund 53 v. H. beteiligt. Der derzeitige Auftragsbestand umfaßt 17 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 156 000 tdw. Die HV beschloß, aus dem Reingewinn von 0,86 (i. V. 0,10) – in Mill. DM –, der sich, um den Vortrag auf 0,89 erhöht, 6 (i. V. 5) v. H. Dividende zu verteilen.

Die Kieler Howaldtswerke haben am 1. Januar die Betriebsführung der „Deutschen Werke Kiel“ einschließlich der Nebenbetriebe übernommen, ohne daß zu diesem Zeitpunkt die geplante Fusion bereits vollzogen ist. Dir. Westphal von den Howaldtswerken Kiel sagte dazu, daß die rechtliche Seite der Fusion der beiden im Bundesbesitz befindlichen Firmen – sie wurde im Spätsommer dieses Jahres beschlossen – lediglich eine Formsache sei. Mit der Übernahme des DWK-Geländes sei zunächst keine Kapazitätsausweitung beabsichtigt, sondern sie diene lediglich der Rationalisierung auf dem bisherigen Arbeitsgebiet der Howaldtswerke Kiel. Die auf dem Gelände befindlichen Fremdbetriebe der DWK sollen bestehen bleiben.

Von den Buderus’schen Eisenwerken, Wetzlar, wurde auch für 1955 in ihren Werkstätten für künstlerischen Eisenguß in Hirzenhain eine wertvolle Plakette herausgebracht. Das Motiv stellt eine weibliche Gestalt dar, die die Hoffnung auf Lebensfreude und die von Optimismus getragene Erwartung auf die Entwicklung des Jahres 1955 verkörpert. Das Motiv Wurde von Prof. Arno Breker in dem ihm eigenen eleganten und anmutigen Stil gestaltet.

Bei der Vereinsbank In Hamburg wurden mit Wirkung vom 1. Januar die Direktoren Hugo Frohne und Walther Matthies zu ordentlichen Vorstandsmitgliedern bestellt Dir. Wilhelm Huth, der seit 1929 dem Vorstand der Bank angehörte, ist mit Wirkung vom 31. Dezember aus dem Vorstand ausgeschieden und wird anläßlich der nächsten HV zur Zuwahl in den AR vorgeschlagen werden.

Auf der HV der Schlesische Feuerversicherungs-Gesellschaft, Köln (früher Breslau), die antragsgemäß die Umstellung des Grundkapitals im Verhältnis 2 : 1 auf 2,5 Mill. DM sowie für das Geschäftsjahr 1952 erstmals wieder 6 v. H. Dividende beschlossen hat, teilte der Vorsitzende des Vorstandes, Dir. Wasser, mit, daß sich das Geschäft in 1953 nochmals gegenüber 1952 verbessert hat, so daß die Verwaltung hofft, für 1953 mindestens eine Dividende von 7 v. H. vorschlagen zu können. Auch 1954 habe einen guten Neuzugang gebracht, vor allem inder Feuerversicherung. Das Geschäft in den sonstigen Sachversicherungszweigen übertreffe die an sich etwas riskante Kraftwagenversicherung, so daß man von einer guten Mischung sprechen könne. Der Abschluß für 1953 werde voraussichtlich im ersten Halbjahr 1955, der Abschluß 1954 frühestens im September/Oktober 1955 vorgelegt werden können. Der neue AR besteht aus Konsul Karl Haus, Köln (Vors.); Dr. C. An Pastor, Aachen; Hermann Graf von Arnim, München: A. D. Kessel, Köln; Dr. Herbert Martini, Frankfurt/M.: Walter Schmidt, Aachen sowie drei Vertretern der Angestellten.

Weltboden erhöht Grundkapital. In einer Sitzung beschloß der AR der Westdeutschen Bodenkreditanstalt, Köln, auf Antrag des Vorstandes, einer zum 14. Januar einzuberufenen ao.HV die Erhöhung des AK von 4 auf 7 Mill. DM (vor der Währungsreform 6 Mill. RM) vorzuschlagen. Diese Erhöhung ist erforderlich, weil durch die geschäftliche Entwicklung die gesetzliche Umlaufgrenze erreicht worden ist.

Die Volkswagenproduktion von täglich 1000 Einheiten wurde im vergangenen Jahr bereits überschritten. Diese Leistung drückt sich auch in der Gesamtproduktion von Insgesamt 242 673 Volkswagen aus; das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von rund 63 000 Stück. Ebenso konnte im abgelaufenen Jahr der Export weiter erhöht werden: insgesamt wurden 108 922 Wagen exportiert! das sind um 40 165 mehr als im Vorjahr. Erstmalig wurden Volkswagen in diesem Jahr nach Australien, Neuseeland und Mexiko ausgeführt, so daß heute der Volkswagen nach insgesamt 101 Ländern vor dem Eisernen Vorhang geliefert wird. An der Spitze der Exportländer Steht Schweden, dem Belgien, die Schweiz und Holland folgen. 5000 Neueinstellungen im Berichtsjahr erhöhten die Belegschaft auf über 25 000 Mann.