dd., Wiesbaden

Am 1. Januar ist die neue Rheinschiffahrtsverordnung in Kraft getreten; sie ist das Ergebnis mehrjähriger Beratungen der Rheinschiffahrts-Zentralkommission in Straßburg, in der alle an der Rheinschiffahrt interessierten Staaten vertreten sind. Durch diese Verordnung wird die bisherige Vorschrift aufgehoben, daß grundsätzlich rechts zu fahren sei. Die „zu Berg“ (stromaufwärts) fahrenden Schiffe, die gegen die Strömung angehen müssen und daher oft die rechte Fahrrinne nicht halten können, erhalten das Recht, den zu Tal fahrenden. Fahrzeugen den Fahrweg vorzuschreiben. Den überholenden Fahrzeugen ist freigestellt, ob sie rechts oder links vorbeifahren wollen. Die Mittelrheinstrecke zwischen dem Binger Loch und der Lorelei (Sankt Goar) dagegen darf grundsätzlich nur in einer Richtung nach Freigabe durch den verkehrsregelnden „Wahrschauer“ befahren werden, und zwar nur tagsüber. Diese Strecke ist 27 Kilometer lang und führt an den berühmtesten Sehenswürdigkeiten vorbei.