wo. da., Frankfurt (Oder)

Frankfurt an der Oder gehört zu den am stärksten zerstörten Städten Mitteldeutschlands. Von je 1000 Häusern wurden 600 vernichtet. Der Wiederaufbau erfaßte von je 600 zerstörten Gebäuden bisher nur jeweils 180. Fünf der zwölf Kirchen und Kapellen Frankfurts wurden vollkommen vernichtet, die übrigen sieben trugen schwerste Schäden davon. Bisher konnten nur drei der zerstörten und nur zwei der beschädigten Gotteshäuser wiederhergestellt werden. Für die fast 50 000 Protestanten Frankfurts und die vielen Glaubensgenossen aus der Umgebung ist das jedoch zu wenig. Besonders die zweite Gruppe ist auf die Stadt angewiesen, da die geistliche Versorgung auf dem Land durch das Fehlen von Kirchen noch weit angespannter als in Frankfurt selbst ist. In neun der Stadt benachbarten Orten bestehen ebenfalls dringende Aufbauvorhaben, wie die Errichtung von Gotteshäusern, Pfarrgebäuden und Gemeindehäusern. Dazu fehlt es überall an Räumen für Religionsunterricht.

Die bekannte Frankfurter Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert wird ebenfalls wiederaufgebaut. Der gotische Backsteinbau war 1945 ausgebrannt, nur Turmstumpf und Außenmauern standen noch.