Deutsche Erdöl AG: Kapitalerhöhung beschlossen. Die to. Hauptversammlung der Deutschen Erdöl AG, Hamburg, beschloß antragsgemäß, das Grundkapital um 35 Mill. DM auf 135 Mill. DM zu erhöhen. Die neuen Aktien werden zum Kurse von 110 ausgegeben und von einem Bankenkonsortium unter Führung der Norddeutschen Bank übernommen. Das direkte Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Das Konsortium hat sich jedoch verpflichtet, den Aktionären einen Betrag von 25 Mill. DM zum Originalausgabekurs von 110 im Verhältnis 4:1 zum Bezüge anzubieten. Das gleiche Bezugsrecht wird auch den Inhabern der Wandelschuldverschreibungen eingeräumt. Für diese beiden Bezugsrechte sind nom. 31,25 Mill. DM der neuen Aktien notwendig. Die verbleibende Spitze von 3,75 Mill. DM sowie die nicht bezogenen neuen Aktien wird das Konsortium für Rechnung der Gesellschaft verwerten. Der Erlös der Emission ist bestimmt für ertragssteigernde Neuinvestitionen. Dabei denkt man in erster Linie an Projekte auf dem Gebiet der Petrochemie, auf dem Deutschland noch in den Anfängen einer Entwicklung steht, die in anderen Ländern, vor allem in den Vereinigten Staaten, bereits zu großer Bedeutung gelangt ist. Von dem Einsatz von Mineralölen als Grundlage für die Herstellung von Kunststoffen erwartet die Verwaltung der DEA die Erschließung neuer Verwendungsbereiche für ihr Erdöl außerhalb des herkömmlichen Gebietes der Kraft- und Schmierstoffe. – Die Abnahme der herzustellenden Kunststoffe ist bereits gesichert. Der Vorsitzende des Vorstandes, Dir. Schlicht, äußerte die Uberzeugung, daß die Gesellschaft in der Lage sein werde, auch das erhöhte Kapital zu verzinsen. Im Geschäftsjahr 1954 hat sich die Situation der Gesellschaft weiter günstig entwickelt.

Die Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG, Köln, eine Holding im Energiegebiet, die erstmals für 1953/54 (30. 6.) die Dividendenzahlung mit 4 v. H. aufzunehmen beabsichtigt, teilt in ihrem Geschäftsbericht mit, daß sich im Berichtsjahr bei fast allen Erzeugnissen der Beteiligungsgesellschaften die Entwicklung zum Käufermarkt fortgesetzt hat. In einigen Fällen hätten Preisermäßigungen von 20 v. H. und mehr in Kauf genommen werden müssen. Trotz verstärkter Rationalisierungsmaßnahmen und höheren Mengenumsätzen sei es nicht immer möglich gewesen, auf der Kostenseite einen Ausgleich für die Einnahmeausfälle zu erreichen. Die vielfach sehr kurzfristigen Dispositionen der Kundschaft hätten eine größere Lagerhaltung und damit die Festlegung weiterer Betriebsmittel erforderlich gemacht. Das große Risiko der Preisschwankungen für Rohstoffe, insbesondere beim Kupferpreis, steht in keinem Verhältnis zu den durch die scharfe Konkurrenz erreichbaren Verkaufspreisen und den geringen Gewinnspannen. Seit der Jahreswende 1953/54 hat sich die Verkaufstätigkeit durchweg belebt allerdings ist es bisher nur in wenigen Fällen möglich gewesen, Preisaufbesserungen zu erreichen. Auch im neuen Geschäftsjahr ist der Umsatz weiter gestiegen.

Fusion in der westdeutschen Lebensversicherung. Wie die Geschäftsleitung der Concordia-Lebensversicherungs AG, Köln, mitteilt, ist damit zu rechnen, daß die Rothenburger Lebenversicherungs AG mit der Concordia-Lebensversicherungs AG, Köln, im laufenden Jahr fusioniert wird. Der Zeitpunkt hängt im wesentlichen von der Veröffentlichung der Umstellungsrechnung der Rothenburger Lebensversicherungs AG ab, de voraussichtlich zur Jahresmitte ihr AK von 1,70 Mill. RM in Verhältnis 10:1 auf 0,17 Mill. DM umstellen wird. Die Concordia-Lebensversicherungs AG und die ihr nahestehende Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft besitzen bereits etwa 85 v. H. des AK der Rothenburger Lebensversicherungs AG.

Gothaer Leben: 670 Mill. DM Versicherungsbestand. Die Mitgliedervertretung der Gothaer Lebensversicherung a. G. hat die Abschlüsse für 1950 bis 1952 fertiggestellt; die Berichte für 1953 und 1954 werden voraussichtlich bis Mitte 1955 vorliegen. Durch den steigenden Neuzugang ist der Versicherungsbestand von rund 370 Mill. DM Ende 1950 auf rund 469 Mill. DM Ende 1952 gewachsen. Für das Jahresende 1954 wird sich etwa ein Bestand von 670 Mill. DM ergeben. Diese Summe entspricht etwa dem Vorkriegsbestand im gesamten Reichsgebiet von 1938. Seit der Währungsreform bis Ende 1953 sind rund 49,5 Mill. DM Versicherungsleistungen erfolgt, weitere 13 Mill. DM darf man für 1954 annehmen.

Von der HV der Isar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft München, wurden die Eröffnungsbilanz zum 21. 6. 1948 und die Folgebilanzen bis zum 31. 12. 1951 festgestellt. Das AK (früher 2 Mill. RM) beträgt jetzt 1 Mill. DM, wovon 500 000 DM eingezahlt sind. Die Gewinnreserve ist per Ende 1951 auf über 3 Mill. DM angestiegen. Die Gewinnbeteiligung der Versicherten wird Anfang 1955 aufgenommen werden. Der Versicherungsbestand beträgt nach einem Netto-Zugang in 1954 von rund 47 Mill. heute 265 Mill. DM. Der neugewählte AR setz: sich wie folgt zusammen: Dir. Dr. E. Proelss, München, (Vors.) Dir. Dr. O. Hafner, Stuttgart (stellv. Vors.); Dir. R. Baller Coburg; Dir. Dr. G. Münch, München; Dir. Dr. E. Mittermüller Darmstadt Dir. Dr. R. Raiser, Stuttgart, und den Arbeitnehmervertretern Dr. Harald Bredt, Valentin Grötzinger und Hilde gard Aulenbach. Der Vorstand besteht aus Walter Giesel und Dr. E. Weinreich.

Die Thuringia Versicherungs-AG, München, schlägt der zum 11. März einberufenen HV vor, für 1953 eine auf 8 (I. V. 6) v. H. erhöhte Dividende auf das eingezahlte Grundkapital von 3,3 Mill. DM (nom. 4,2 Mill. DM, 10 : 3,5 umgestellt) zu verteilen, Bei 30,58 (26,20) – in Mill. DM – Beitragseinnahmen verblieb ein Reingewinn von 0,28. Auch im Geschäftsjahr 1954 ist die Entwicklung befriedigend gewesen? die gesamten Beitragseinnahmen haben bisher 33,0 überschritten.

Bei der Hamburg -Südamerikanischen Dampfschiffahrts-Gesellschaft Eggert & Amsinck, Hamburg, sind die Beteiligungsverhältnisse geändert worden. Aus der Eintragung in das Handelsregister geht hervor, daß die Firma Dr. August Oetker ihre Einlage von 6,64 auf 9,10 Mill. DM erhöht hat, während die Einlage der Vereinsbank in Hamburg AG um den gleichen Betrag auf 3,84 (6,29) Mill. DM herabgesetzt worden ist.