Auf der HV der Veth-Gummiwerke AG, Sandbach b. Höchst 1. Odenwald, wurde für 1953 eine auf 7 1/2 (I. V. 6) v. H. erhöhte Dividende auf 6 Mill. DM Grundkapital beschlossen und von Vorstandsseite mitgeteilt, daß der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 1954 etwa ein Viertel höher war als im Vorjahr. Wenn auch der Schwerpunkt nach wie vor bei der Herstellung von Kraftfahrzeugreifen liegt – bei äußerst lebhaftem Wettbewerb unter den reifenerzeugenden Fabriken –, so hat sich die Fabrikation technischer Gummiwaren bei Veith (u. a. Fußbodenbelag, Schuhsohlen und andere Spezialartikel) weiter erfolgreich entwickelt. Neuerdings wird auch Werkstättenmaterial für das Vulkaniseur-Handwerk hergestellt. Die Verkaufsorganisation wurde ausgeweitet; in 12 westdeutschen Städten bestehen Hauptniederlassungen, außerdem noch weitere Vertretungen und Auslieferungslager sowie zahlreiche Auslandsvertretungen. Die Gesellschaft beschäftigt zur Zeit insgesamt rund 2000 Personen.

Die Gesellschaft hat mit der amerikanischen Reifenfirma B. F. Goodrich Company (Akron/Ohio) einen Beratungs- und Lizenzvertrag geschlossen, u. a. um sich die Erfahrungen von Goodrich auf dem Gebiete der Herstellung von schlauchlosen Reifen zu Nutze zu machen. Eine finanzielle Interessennahme von Goodrich bei Veith ist damit nicht verbunden. Voraussichtlich werden bereits Ende März die ersten, schlauchlosen Veith-Pkw-Reifen auf den Markt kommen. Veith wird in Zukunft die in Deutschland zum Verkauf kommenden Kraftfahrzeugreifen unter dem Namen „Veith-B. F. Goodrich“ auf den Markt bringen. Goodrich hat ähnliche Verträge mit Gesellschaften in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Schweden geschlossen. Dr. Robert Maul, Reutlingen, wurde vom AR in den Vorstand berufen, nachdem Dir. Kiel krankheitshalber aus dem Vorstand ausgeschieden ist. In den AR wurde Bankdir. Alfred Rosewick (Süddeutsche Bank AG, Stuttgart) gewählt. V.