Die HV der Hamburgische Electricitäts-Werke AG, Hamburg, beschloß, für das Geschäftsjahr 1953/54 (30.6.) eine auf 6 (i. V. 5) v. H. erhöhte Dividende auf 149 Mill. DM Stamm- und 1 Mill. DM Vorzugsaktien zu verteilen. RA Dr. Hans Salb beanstandete in der HV als Vertreter der Klein-Aktionäre die nach seiner Ansicht unangemessen „hohe Konzessionsabgabe an die Hansestadt Hamburg. Salb schlug vor, den freien Aktionären einen Ausgleich für die erhöhte körperschaftssteuerliche Belastung zu gewähren, die der Gesellschaft durch das Vorhandensein eines Mehrheitsaktionärs entsteht (72 v. H. der HEW-Aktien sind in den Händen der Hansestadt Hamburg). Sodann bat Salb um Auskunft, ob bei der erforderlichen Kapitalerhöhung die noch ausstehenden Zahlungen an Konzessionsabgaben in haftendes Kapital umgewandelt werden sollen und welche Pläne für die Zeit nach Ablauf des bis 1960 gültigen Konzessionsvertrages bestehen, insbesondere ob die Stadt dann beabsichtige, von ihrem Übernahmerecht Gebrauch zu machen.

In Beantwortung der Anfrage wies der Vorsitzende des AR Dr. Wilhelm Ziegeler, Finanzsenator der Hansestadt Hamburg, darauf hin, daß die Konzessionsabgabe auf gesetzlichen Vorschriften beruht und daß solche Abgaben von allen derartigen Unternehmen erhoben werden. Zur Zeit fanden in Bonn Beratungen statt, ob die Konzessions-Abgabeverordnung aufgehoben werden solle. Die Frage, welche zusätzliche Belastung der Gesellschaft und damit den freien Aktionären durch das Vorhandensein eines Mehrheitsaktionärs nach Inkrafttreten der neuen steuerlichen Bestimmungen entstehe, müsse noch näher untersucht werden. Eine Kapitalerhöhung sei einstweilen noch nichtbeabsichtigt. Ferner teilte Senator Ziegeler mit, daß Vorverhandlungen über den Abschluß eines neuen Konzessionsvertrages stattfinden; sie seien jedoch über das Anfangsstadium noch nicht hinausgekommen. Man könne daher auch noch nicht übersehen, wie die rückständige Konzessionsabgabe konsolidiert werden würde. D.

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Bessere Auftragslage bei Westwaggon. Auf der HV der Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken AG, Köln – 95 v. H. des 11 Mill. DM betragenden Grundkapitals befinden sich nunmehr bei der Klöckner-Humboldt-Deutz AG –, wurde der nach Organschaftsvertrag ausgeglichene Abschluß 1953/54 (30. 6.) verabschiedet. Im laufenden Geschäftsjahr haben sich die Umsätze bisher auf Vorjahreshöhe gehalten, eine gleichbleibende Beschäftigung ist bis Ende des Geschäftsjahres gesichert, sofern neuerlich wieder auftretende Beschaffungsschwierigkeiten von Rohmaterial die Fabrikation nicht beeinträchtigen. Nachdem auch die Bundesbahn in begrenztem Umfang neuerdings Aufträge gegeben hat, reicht der Auftragsbestand in dieser Sparte bis Ende 1955. Auch aus dem Auslande kann man in nächster Zeit mit neuen Aufträgen rechnen. Nach wie vor muß allerdings wegen des scharfen Wettbewerbs aufs äußerste kalkuliert werden. – Auch der Abschluß bei der Isselburger Hütte AG für 1953/54, deren 1 Mill. DM betragendes AK sich zu 97 v. H. bei Klöckner-Humboldt-Deutz befindet, wurde lt. HV-Beschluß genehmigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist ausgeglichen. Die Gesellschaft stellt in der Hauptsache Motorenguß für die Muttergesellschaft her. Die Auslastung des Werkes für das laufende Geschäftsjahr ist gesichert.