Good Year-Reifen von Contl-Gummi, Die Continental Gummi-Werke AG, Hannover, hat mit der Good Year Tire and Rubber Co (Akron/Ohio) einen Vertrag geschlossen, der sich auf die gegenseitige umfassende Beratung bezieht Nach dem Vertrag wird in Zukunft die „Continental“ Reifen herstellen, die mit dem Aufdruck „Good Year“ versehen sind. Kapitaltransaktionen irgendwelcher Art sind mit dem Vertrag nicht verbunden. Das bisherige Beratungs- und Vertragsverhältnis mit der amerikanischen General Tire and Rubber Co (Akron/Ohio) und der Continental Ist am 30. 11. 1954 in freundschaftlichem Einvernehmen aufgehoben worden. – Die Erzeugung und der Umsatz von Continental liegt 1954 in der Menge mindestens um 25 v. H. über dem Vorjahr. Vor allem im zweiten Halbjahr 1954 hat sich das Geschäft nachhaltig belebt in einer Anzahl zum Teil ausschlaggebender Abteilungen sind die Liefermöglichkeiten seit Wochen begrenzt. Der hohe Mengenumschlag hat zu der erstrebten Kostendegression geführt. Allerdings ist die Rendite z. T. durch Lohn- und Gehaltserhöhungen, z. T. auch durch Preissteigrungen für den Hauptrohstoff Kautschuk beeinträchtigt worden. Diese Entwicklung hat dazu geführt, daß für einige Erzeugnisse die Verkaufspreise erhöht werden mußten.

Osnabrücker Kupfer zahlt wieder „v. H. Dividende. Das der Gutehoffnungshütte Aktienverein zu 94 v. H. gehörende Osnabrücker Kupfer“ und Drahtwerk, Osnabrück (AK 12 Mill. DM), schlägt bei einem leichten Rückgang des Jahresgewinnes für das am 30. 6. beendete Geschäftsjahr 1953/54 eine Dividende von unverändert 6 v. H. vor. Das Geschäftsjahr brachte, wie es in dem Bericht heißt, für fast alle Erzeugnisse eine steigende Beschäftigung und in der Menge eine Umsatzzunahme um 17 v. H. Der Wertumsatz hat sich mit 134,4 Mill. DM kaum verändert. Das Vorjahr hatte in der Menge eine Umsatzzunahme um 6 v. H. aber einen Wertrückgang um 18 v. H. gebracht. Die unterschiedliche Entwicklung des Mengen- und des Wertansatzes beruht u. a. auf den rückläufigen Preisen für Rohstoffe, der Zunahme des Anteils von Umarbeitungsgeschäften und schließlich im ungewöhnlich scharfen Wettbewerb. Die Ausfuhr hat nur mit Mühe auf Vorjahreshöhe gehalten werden können besonders schwierig ist der Export von NE-Metallhalbzeug.

Die Kant-Hartwig & Vogel AG, Einbeck, teilt in ihrem Bericht für das Geschäftsjahr 1953/54 (30. 6.) mit, daß die seit dem Frühjahr 1953 (teilweise mit hausseartigem Charakter) steigenden Weltmarktpreise für Kakaobohnen sowie die Erhöhung der Betriebsaufwendungen aller Art eine Besserung der wirtschaftlichen Lage bei einem großen Teil der Schokoladenindustrie nicht erwarten ließen. Durch weitere Rationalisierung konnte die Firma den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verlust (0,135 Mill. DM) bei Ausnutzung aller zulässigen Abschreibungen (0,06 Mill. DM) verhältnismäßig niedrig halten. Der Verlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Greiling West GmbH., Lensahn/Holstein, hat jetzt als erste deutsche Zigarettenfabrik die Produktion auch in Westberlin aufgenommen. Das Berliner Zweigwerk des Unternehmens verfügt über eine Monatskapazität von rund 25 Mill. Zigaretten und damit über 20 v. H. der Gesamtkapazität des Werkes. In Berlin sollen zunächst nur Orientzigaretten produziert werden. Besonders bemerkenswert ist, daß das Berliner Zweigwerk ohne Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln oder Bankkrediten errichtet wurde.

Zum 60jährigen Bestehen der Schriftgießerei, Messinglinien- und Matrizenfabrik D. Stempel AG, Frankfurt/Main, wurde eine graphisch und inhaltlich hervorragend gestaltete Firmenchronik veröffentlicht, die alle Geschehnisse des Schriftschaffens der Firma während der abgelaufenen sechs Jahrzehnte veranschaulicht. Dadurch ist diese Chronik nicht nur ein Rechenschaftsbericht, sondern zugleich ein Stück Zeitgeschichte.

Cimex Reinigungsmaschinen GmbH. Das größte Werk zur Herstellung von industriellen Großflächenreinigungsmaschinen in Europa, die britische Cimex Fraser Tuson Ltd., Orpington/Kent, wird in Kürze ein Zweigwerk in Hamburg errichten. Wie der Generaldirektor des Unternehmens in Hamburg erklärte, handelt es sich um die erste britische Nachkriegsgründung in der Bundesrepublik, die ausschließlich mit britischem Kapital arbeiten wird. Das deutsche Tochterunternehmen wird Cimex Reinigungsmaschinen GmbH firmieren.

Bei der Feinstrumpfwirkerei Richard Wieschebrink, Wedel/-Holstein, hat sich in den letzten Monaten die Zahl der Belegschaftsmitglieder auf 700 erhöht. Diese Tatsache verdient besonders deshalb besondere Erwähnung, weil dieses heute zu den führenden deutschen Perlonstrumpffabriken zählende Unternehmen erst vor fünf Jahren die Produktion mit wenigen Mitarbeitern aufnahm.