DieDeutsche Gold- und Silber-Scheide-

anstaltvorm. Roessler,Frankfurt/M. (Degussa), die der HV am 28. Januar eine am 8 (1. V. 7) v. H erhöhte Dividende vorschlägt, berichtet, daß das Unternehmen im Geschäftsjahr 1953/54 (30. 9.) im Zeichen der Mengenkonjunktur gestanden hat. Der Gesamtumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht, wobei in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die Absatzkurve etwas flacher verhüten ist. Der Exportanteil (ohne Edelmetall) betrug nahezu ein Drittel des Gesamtumsatzes. Das Auslandsgeschäft hat wesentlich dazu beigetragen, daß die Produktionskapazitäten weitgehend ausgelastet waren. Die daraus sich ergebenden Kostendegressionen zusammen mit Rationalisierungsmaßnahmen und technischen Verbesserungen haben zu dem günstigen Ergebnis geführt.

In der Abteilung Edelmetalle hat die nunmehr vollständige Aufhebung der Bewirtschaftung – seit Anfang 1954 kann auch Gold für Gewerbezwecke wieder unbeschränkt eingeführt werden – dazu geführt, daß der Edelmetallbedarf der westdeutschen Industrie ohne Schwierigkeit gedeckt werden konnte. Verschiedene Umstände haben zusammengewirkt und zu einer Anpassung des freien Goldpreises an den offiziellen Goldpreis geführt. Der deutsche Silberpreis ist nach wie vor der New Yorker Silbernotierung angepaßt und folgt somit nicht den Schwankungen der Londoner Börse, die gerade in letzter Zeit sehr häufig sind. In der Metallabteilung sind die Umsätze in Rohmetallen im Wert und in der Menge nochmals gestiegen, ohne daß bereits die Kapazitätsgrenze des Frankfurter Scheiderefbetriebes erreicht wurde. Auch die Erzeugung von Edelmetall-Halbzeug in den Werken Hanau, Pforzheim und Dossenheim stieg weiter, der Umsatz in Dentallegierungen war zufriedenstellend. Im internationalen Edelmetallgeschäft wurden weitere Fortschritte erzielt.

Die Kapazität der Chemikalienabteilung war voll ausgenutzt; die erhöhte Erzeugung an Natrium-Metall und Chlor wurde glatt untergebracht. Auch bei den Cyaniden und den Aufbereitungs-Chemikalien hielt die Umsatzsteigerung an bei überwiegendem Auslandsabsatz. Der Umsatz an keramischen Farben im In- und Ausland konnte erhöht werden. Auch die Durferritabteilung konnte trotz verschärfter Wettbewerbslage ihren Absatz erhöhen. Im Industrie-Ofenbau entfällt ein wesentlicher Teil des Absatzes auf den Export. Die Weiterentwicklung des Spezialgebietes der Hochvakuum-Öfen führte zur Lieferung größerer Anlagen an in- und ausländische Kunden. W.