Von Martin Westermann

Jeder Kaufmann wägt. Das Gewicht, das diese Erwägung einer Sache, einer Leistung oder einer Unternehmung zuerkennen läßt, entscheidet über ihre geschäftlich-wirtschaftliche Bedeutung für ihn. So gibt auch jede Messe dem Kaufmann, und das ist in diesem Falle der Aussteller und der Einkäufer einer Messe gleichermaßen, Anlaß zu einer abwägenden Prüfung sowohl bekannter wie unbekannter Faktoren.

Kommen wir hier zu der Messe der Hausrat- und Eisenwaren, dem schon von der Substanz her so gewichtigen Teil der Internationalen Kölner Messe, so kann zunächst mit einer Anzahl bekannter Größen gerechnet werden. Nicht leicht findet sich anderwärts ein solch umfassender konzentrierter Branchenmarkt wie der der Kölner Hausrat- und Eisenwarenmesse: er vereinigt immerhin 30 Branchegruppen, und die Ausstellerzahl unterschritt bei den letzten Messen selten die Grenze von 1000 oder noch mehr Beteiligten. Dieser Markt hat Schwerpunktgruppen, die mit einer imponierenden Stärke von 80 und mehr Prozent ihrer gesamten westdeutschen Produktionskapazität vertreten sind.

Die Hausrat- und Eisenwarenmesse ist der Markt für den Hausrat- und Eisenwarenhandel, der hier für seinen Bereich alles und vollgültig vorfindet. Und dieser Bereich erstreckt sich von der kleinsten Drahtware über Werkzeuge, Schlösser, Beschläge, Haushaltsgeräte und Hausrat jeder Art; wie z. B. Schneidwaren, Kessel, Töpfe, Behälter und andere Blechwaren, über Glas, Porzellan, Holzwaren, Kunststoffartikel u. a. m. bis zum Heiz- und Kühlgerät und zur Kochanlage. Das ließ sie seit langem schon zur offiziellen Messe des Fachverbandes Deutscher Hausrat- und Eisenwarenhändler e. V. werden. Gewogen werden – das hat die Entwicklung bewiesen – kann auch die ansteigende internationale Einkäuferschaft. Die Wirtschaftsbedeutung der Hausrat- und Eisenwarenmesse als europäisches Marktforum ist ein in allen Fachkreisen heute anerkanntes Positivum.

Daß die Messe zugleich Forum internationaler Begegnungen und Geschäftsabsprachen ist, daß sie eine vorzügliche Marktorientierung über die jeweilige Wirtschaftssituation ermöglicht, das und vieles andere sind zunächst zwar keine festen Posten, sie können aber für jeden an dieser Messe Beteiligten als nicht zu unterschätzende potentielle Gewinne gewertet werden. Fachleute aus allen europäischen Ländern haben dieser Messe übereinstimmend ein besonderes Gewicht zuerkannt.

Alles in allem ist bei einer objektiven Wägung und Wertung der Kölner Hausrat- und Eisenwarenmesse festzustellen, daß sie in ihrer fortschrittlichen messemäßigen Struktur allen sich ergebenden marktwirtschaftlichen Funktionen bestens nachkommen kann. Dabei bestehen für ihre organische Gestaltung nach dieser oder jener Richtung durchaus noch begrüßenswerte Entwicklungsmöglichkeiten, die sicherlich nicht außer acht gelassen werden.