In dem Prospekt für die Zulassung von 41,4 Mill. DM Namensaktien der Deutsche Edelstahlwerke AG. Krefeld, zum Börsenhandel teilt die Gesellschaft mit, daß der in 1953 zeitweise eingetretene leichte Rückgang der Auftragslage sich auf Erzeugung und Umsatz kaum ausgewirkt hat, weil diese aus noch vorhandenen Auftragsbeständen gespeist werden konnten. Inzwischen hat sich dieAuftragslage wieder erheblich gebessert, so daß im Mai 1954 die bisher höchste Rohstahlerzeugung, im Juni 1954 der bisher höchste Auftragseingang erreicht wurde. Die Gesellschaft, so heißt es weiter, wird durch den bisherigen Ausbau ihrer Anlagen und nach Durchführung der in Gang befindlichen Investitionen – für die nächsten Jahre ist ein Investitionsprogramm von rund 50 Mill. DM bewilligt, dessen Finanzierung durch Eigenmittel und langfristige Kredite sichergestellt ist – in der Lage sein, auch den in Zukunft zu erwartenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und eine angemessene Ertragslage sicherzustellen.

Die Gesellschaft, die 1951 aus dem Stahlverein ausgegründet wurde, hat seit dem 1. Oktober 1951 rund 52,5 Mill. DM für Remontage und Ausbauarbeiten in allen Werken zusammen aufgewendet. Im Werk Krefeld wurde u. a. außer der Wiedererrichtung eines SM-Ofens und zweier Elektroofen von je 30 t eine veraltete Blockstraße durch eine neue Anlage ersetzt, die den technischen Anforderungen eines modernen Edelstahlwerkes entspricht. Im Werk Bochum erfolgte außer der Remontage der Hochfrequenzöfen, der Stahlform- und Schleudergießerei und des Hammerwerkes der Neubau eines Betriebes für Feinguß. Die Finanzierung dieser umfangreichen Bauprogramme erfolgte mit 39,4 Mill. DM durch Normal- und Sonderabschreibungen, mit dem Rest durch langfristige Kredite. Das Erzeugungsprogramm umfaßt nicht nur das gesamte vielfältige Gebiet der Edelstahlerzeugung, sondern z. T. auch die Weiterverarbeitung bis zum Fertigprodukt. Im ersten Halbjahr 1953/54 (1. Oktober 1953 bis 31. März 1954) belief sich der Umsatz auf rund 115 Mill. DM, der Exportanteil betrug 13,4 v. H. Am 30. September 1953 waren 8142 Personen beschäftigt V.

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Wie die Osram GmbH. KG in ihrer Werkzeitschrift berichtet, hat nach der Steigerung des In- und Auslandabsatzes in 1952/53 das Geschäftsjahr 1953/54 eine erneute Absatzsteigerung vor allem im Inlandgescfiäft gebracht. Zur weiteren Senkung der Kosten sind die Rationalisierungsmaßnahmen in der Herstellung und im Vertrieb mit Erfolg weitergeführt worden. Bis Mitte Mai 1954 konnte der Personalbestand um rund 900 auf nahezu 9700 Mitarbeiter erhöht werden. Jetzt nähert sich die Belegschaftsstärke bereits der Zahl 10 000, denn auch Im Geschäftsjahr 1954/55 hat sich der Absatz weiterhin gut entwickelt.