Von Emil Kuhn

Köln ist für die Möbelwirtschaft der Messeplatz in der Bundesrepublik. Von Bedeutung ist es dabei, daß sich Köln und die Möbelmesse nicht erst seit der Nachkriegszeit zusammengefunden haben. Schon in früheren Jahren hat die Möbelwirtschaft neben den Leipziger Möbelmessen Köln zum Standort für ihre westdeutsche Veranstaltung gewählt.

An diese Tradition anknüpfend bestimmte die Möbelwirtschaft im Jahre 1949 Köln zum Möbelmarkt Deutschlands und machte sich mit ihren zentralen Verbänden zum Träger dieser Veranstaltung. Die Entwicklung der Kölner Möbelmesse läßt in ihrem zweijährigen Messeturnus eine allseitig und stark wachsende Tendenz erkennen. Dies gilt; für die Beteiligungszahlen von Ausstellern und Besuchern, für die Ausstellungsfläche und für das Auslandsinteresse, wobei das ganze Gesicht und Gewicht dieser Veranstaltung sehr gewonnen hat.

Die Kölner Möbelmesse ist in diesen Jahren zu einer Großmesse von Format geworden. Sie präsentiert die gesamte deutsche Möbelproduktion von Industrie und Serienmöbel schaffendem Handwerk. Alle bedeutenden Möbelproduktionszentren in der Bundesrepublik läßt sie in Erscheinung treten mit den vielfältigen Sparten ihrer Produktionsprogramme. Der auf dieser Messe gewährte Querschnitt durch das deutsche Möbelschaffen ist außerordentlich, er ist zugleich eine eindrucksvolle Aussage über den Stand der neuzeitlichen Geschmacksentwicklung.

Von entscheidender Bedeutung für die Möbelwirtschaft ist es, daß die Kölner Möbelmesse auch erfreuliche Auswirkungen auf die ausländischen Beziehungen hatte. Neben Ausstellern aus mehreren Ländern konnte sie einen wachsenden Kreis von Interessenten aus dem nahen und weiteren Auslande unter ihren Fachbesuchern begrüßen.