Die Aktiengesellschaft für Berg- und Hüttenbetriebe, Berlin (Verwaltungssitz Salzgitter-Drütte), weist in ihrem Jahresabschluß für 1953 einen Gewinn von rd. 0,5 Mill. DM (1952 1,3 Mill. DM Verlust) aus. Das Grundkapital ist von 320 Mill. DM durch Umwandlung einer Darlehensforderung des Bundes auf 350 Mill. DM erhöht worden. Die im Zuge der Neuordnung des Reichswerke-Komplexes in Liquidation befindliche Hauptbeteiligung „Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten“ erzielte in der Zeit vom 1. 7. 1951 bis 30. 9. 1953 einen Gewinn von rd. 6,9 Mill. DM. Über die Tochtergesellschaften dieser in Liquidation befindlichen „Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten“ berichtet der Geschäftsbericht für 1953: Die „Hüttenwerk Salzgitter AG“ konnte ihren gesamten Umsatz gegenüber 1952 um 4,5 v. H. auf rd. 184 Mill. DM erhöhen, erlitt unter Berücksichtigung der Abschreibungen jedoch einen geringfügigen Verlust. Auch die „Erzbergbau Salzgitter AG“ wurde 1953 von der rückläufigen Entwicklung auf dem Eisen- und Stahlmarkt fen; der Rückgang des Erzabsatzes gegenüber 16 v. K., der Gesamtumsatz ging um rd. 10 Mill. DM auf DM zirück. Die „Ferngas Salzgitter GmbH“ konnte ihren Umsatz gegenüber 1952 um 2.7 v. H. auf rd. 17 Mill. DM steigern und erzielte einen „angemessenen Gewinn“. Mit Gewinn arbeitete auch die „Steine und Erden GmbH“? sie erzielte 1953 eine Umsatzsteigerung um 35,5 v. H. auf rd. 20 Mill. DM. über eine Umsatzsteigerung von 15,7 v. H. auf 23,3 Mill. DM berichtet die „Salzgitter Maschinen AG“ und zugleich von einem „bescheidenen Gewinn“. Das Kapital der „Deutsche Schachtbau- und Tiefbohr-GmbH“ ist von 6 Mill. DM am 30. 9. 1954 durch Umwandling von Forderungen der Muttergesellschaft auf 20 Mill. DM ernöht worden. Der Umsatz stieg im Berichtsjahr um 4,3 v. H. auf 35Mill. DM; es wurde mit „gutem Gewinn“ gearbeitet. Bei der „Bergbau-AG Ewald-König Ludwig“ (Beteiligung etwa 85 v. H.) st die Steinkohlenförderung um rd. 45 000 t auf 5,35 Mill. t angestiegen? der Umsatz (einschl. Beteiligungen) betrug 344,4 Mill. IM. Bei der „Märkische Steinkohlengewerkschaft“ betrug der Unsatz 1953 (einschl. der 1952 erworbenen „Kohlenhandelsgesellschaft Ravensberg GmbH“) 199,3 Mill. DM.

Zu den unmittelbaren Konzernbeteiligungen gehören die ,,Wohnungs-Aktiengesellschaft Salzgitter“ (AK 20 Mill. DM); weiter die „Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH“, deren Stammkapital 1953 von 0.7 auf 2,0 Mill. DM erhöht worden ist. Der Unsatz dieser Gesellschaft (vorwiegend im Schrottgeschäft) erhöhte sich von rd. 25 auf 35 Mill. DM. Die „Salzgitter Eisenhandel GmbH erhöhte ebenfalls ihr Stammkapital 1953 von 0,1 an 1,0 Mill. DM, steigerte ihre Umsätze (vorwiegend im Hande mit Walzmaterial) um 41 v. H. auf 14 Mill. DM und arbeitete mit Gewinn. Von der „Deutsche Bergwerks- und Hüttenbau GmbH“ wird eine Umsatzsteigerung von 9 auf rd. 19 Mil. DM berichtet und eine befriedigende Entwicklung der Geschiftsergebnisse erwartet.

Der Gesamtumsatz der „Aktiengesellschaft für Berg- und Hütterbetriebe“ und ihrer Untergesellschaften hat sich gegenüber dem Vorjahre um 50 Mill. DM auf rd. 1 Mrd. DM erhöht; 57 781 Personen wurden am Ende des Berichtsjahres beschäftigt. – Der Vorstandsvorsitzer Dr. Ende äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Salzgitter-Lebenstedt zuversichtlich über die Weiterentwicklung des Bundes-Konzerns, das Geschäftsergebiis werde sich in 1954 weiter gebessert haben. Von 1948 bis 1954 seien im Konzern 612 Mill. DM investiert worden, davon allein 334 Mill. DM für das Hüttenwerk, den Erzbergbau und de übrigen in Niedersachsen liegenden Betriebe. Die Steinkohlengesellschaften hätten einen Investitionsaufwand von 278 Mill. DM erfordert. Die gesamte Finanzierung sei etwa zur Hälfte aus Eigenmitteln, zur anderen Hälfte aus Fremdmitteln erfolgt, aus Haushaltsmitteln des Bundes seien bislang 35 Mill. DM für den Wiederaufbau der Hütte zur Verfügung gestellt worden, und zwar ausschließlich für die Kapitalerhöhung, td