Der scharfe Konkurrenzkampf der Uhrenindustrie hatte im Herbst 1952 zu Preiseinbrüchen geführt, die den Uhrenfabriken Gebr. Junghans AG, Schramberg, im Geschäftsjahr 1952/53 Verluste gebracht hatten, deren Ausgleich nur durch Auflösung von Rücklagen möglich war. Im Geschäftsjahr 1953/54, in dem sich die Rationalisierungsmaßnahmen voll auswirkten, konnten die Preiseinbrüche z. T. aufgeholt und sogar die Lohnerhöhungen aufgefangen werden, so daß der HV ein Gewinnabschluß vorgelegt werden konnte Das Unternehmen, das rund 4700 Arbeitskräfte beschäftigt, hat bei einer von durchschnittlich 46 auf 48 Wochenstunden gestiegenen Arbeitszeit den Umsatz weiter gesteigert und den Exportanteil mit einem Drittel der Produktion gehalten.

Auch im laufenden Jahr haben sich Umsatz und Export bei befriedigender Beschäftigungslage weiter günstig entwickelt. Allerdings mußte AR-Vorsitzer Dr. Riesterer den Aktionären mitteilen, daß die infolge der inzwischen gestiegenen Löhne und Messingpreise unbefriedigende Ertragslage zu weiteren Rationalisierungsmaßnahmen zwinge. C. B.