In Hessen gibt es ein Gesetz über die Bezüge und Pensionen der Minister. In ihm wird bestimmt, daß eine selbständige oder unselbständige Berufstätigkeit außerhalb des öffentlichen Dienstes auf die Höhe der Pensionen bis zu zehn Jahren angerechnet werden kann. Dieses Gesetz wurde 1953 mit 44 Stimmen der Sozialdemokraten gegen 28 Stimmen aller übrigen Fraktionen des Hessischen Landtages angenommen. Zu welcher Berechnung es dabei kommt, zeigt die Pensionsfestsetzung für Ludwig Bodenbender, der zwei Jahre läng hessischer Landwirtschaftsminister, vorher aber niemals Beamter war:

(mit Rechtsanspruch)

25. 11. 1914 bis 31. 5. 1915 und 25. 11. 1915 bis 24. 11. 1916 Militärdienst: 1 Jahr 188 Tage. Gefechte: Champagne 10. bis 29. 2. 1916: 1 Jahr. 6. 1. 1953 bis 15. 1. 1955 Minister: 2 Jahre 10 Tage; zusammen 4 Jahre 198 Tage.

(ohne Rechtsanspruch)

15. 8. 1922 bis 31. 12. 1926 Angestellter beim Bergarbeiterverband,

1. 6. 1924 bis 31. 3. 1933 selbständiger Landwirt und ehrenamtlicher Bürgermeister,

1. 4. 1933 bis 31. 5. 1940 selbständiger Landwirt, 3. 6. 1940 bis 1. 4. 1945 dienstverpflichtet bei Firma Denges & Co., Krofdorf, und selbständiger Landwirt,