Von der Schleswig- Holsteinischen Landesbrandkasse, Kiel, die als öffentliche Wettbewerbs-Sachversicherungsanstalt nur im Gebiet von Schleswig-Holstein arbeitet, wurden jetzt die DM-EB sowie die Folgebilanzen bis 1952 veröffentlicht. Im Lande der ältesten Feuer-Versicherungseinrichtungen, der Gilden, sann diese Landesbrandkasse ihren Ursprung bis 1543 zurückführen. Die großen Sturmschäden in 1949 – allein in der Nacht zum 10. Februar beliefen sie sich auf rund 2.25 Mill. DM – wirkten sich auf das Geschäftsergebnis ungünstig aus, was sich auch in dem relativ geringen Anwachsen der Bilanzsumme zeigte. 1950 bis 1952 war der Geschäftsverlauf dann etwas günstiger, so daß nach Abdeckung des Verlustes Ende 1952 ein Nettoüberschuß von rund 569 000 DM der Sicherheitsrücklage zugeführt werden konnte, die damit auf 3 Mill. DM anwuchs. Die Beitragseinnahme hat sich von Jahr zu Jahr vermehrt: gegenüber 1949 war 1952 eine Steigerung von 2,9 Mill. DM zu verzeichnen, wie Generaldir. Dipl-lag. Carl-Dietrich Beenken auf einer in Hamburg abgehaltenen-Pressekonferenz ausführte.

Eine besonders vorbildliche Arbeit wird von der Landesbrandkasse auf dem Gebiet der Brandverhütung geleistet. Das Unternehmen hat festgestellt, daß zwei Drittel aller Brandschäden auf das Schuldkonto des Menschen gehen, also praktisch verhütet werden könnten. 10 v. H. davon entfallen auf vorsätzliche Brandstiftungen; hierzu zählen auch die Kinderbrandstiftungen, die ein recht sorgenreiches Kapitel bilden. Für 1954 konnten allein in Schleswig-Holstein 124 Fälle mit einem Gesamtschaden von 132 000 DM (1951: ’24 000 DM) festgestellt werden. Der Altersschwerpunkt der jugendlichen Übeltäter liegt bei den schulpflichtigen Jahrgänger und zwar überwiegend bei Knaben Hier sucht die Landesbrandkasse durch eine intensive Aufklärungsarbeit, zu der nicht zuletzt das hervorragend ausgestattete Kieler Brandschutz-Museum gehört, einen Wandel zu schaffen. Recht erfolgreich wirken sich in dieser Hinsicht auch die von der Landesbrandkasse herausgegebenen „Merkblätter zur Brandverhütung“ aus. Wie der Brandverhütungsdezernent, Dr. Hellmers, bei dieser Gelegenheit ausführte, sind im vergangenen Jahr Werte in Höhe von 11 Mill. DM in Schleswig-Holstein durch Schadenfeuer vernichtet worden. Das sind leider 10 v. H. mehr als im Jahre 1953. w.e.

Preisermäßigung auch bei Renault. Die Renault Automobil-Gesellschaft für Deutschland mbH., Köln-Sülz, teilt mit, daß im Anschluß an die Preissenkungen der deutschen Automobilfabriken auch die Preise für die Modelle Renault 4 CV und Renault Frégate gesenkt worden sind. In den Preisen beider Modelle ist die Heizung bzw. Klimaanlage und bei der Frégate die Heizung und die Scheibenwaschanlage im Preis einbegriffen.

Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank, München. In unserer Notiz über die AR-Wahl, die wir in der Ausgabe vom 30. Dezember veröffentlichten, haben sich verschiedene fehlerhafte Namensangaben eingeschlichen. Es muß heißen: an Stelle der verstorbenen AR-Mitglieder Bankdirektor Dr. von Schoen, Frankfurt/Main, und Dipl.-Ing. Hans Noris, München, wurden Dr. h. c. Heinz Thielen (Vorstandsmitglied MAN), Nürnberg, und Gutsbesitzer Dr. Herbert von Malaisé, Neuried, in den AR gewählt. Ersatzmitglieder sind: RA Dr. Werner Regnault, München, Adolf Schrott (Teilhaber von Martini & Co., Haunstetten), Augsburg, und Dir, Josef Martin (i. Fa. Josef Martin, Feuerungsbau GmbH., München).

In der HV der Aachener und Münchener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft wurde der AR neu gewählt. Ihm gehören an: Dr. jur. Carl Arthur Pastor, Aachen, Vorsitzer, Hermann Heusch, Aachen, stellv. Vors., Hans van Gülpen, Aachen, Walter Hesse, Aachen, Dr. h. c. Robert Pferdmenges, Köln, und Dr. Jean Louis Schrader, Aachen? Vertreter der Arbeitnehmer sind: Erich Block, Aachen, Hans Nyssen, Aachen, und Otto Peters, Stuttgart.

Krauss-Maffei-Imperial GmbH. Die Krauss-Maffei AG, München, und die Imperial-Filter-Trockner H. Hörning & Co. haben beschlossen, unter dem Namen Krauss-Maffei Imperial GmbH & Co. eine neue Gesellschaft zu gründen. Zweck der Gesellschaft ist außer der Weiterentwicklung und dem Vertrieb des bisherigen Imperial-Maschinenprogramms auch der Vertrieb sämtlicher Erzeugnisse des Krauss-Maffei-Zentrifugenprogramms. Der Zusammenschluß bewirkt also eine Konzentration im Geschäft für Schleudermaschinen der beiden Firmen.

Freizügigkeit der Spareinlagen bei den Gemeinwirtschaftsbanken. In diesen Tagen haben die Gemeinwirtschaftsbanken die Freizügigkeit der Spareinlagen im Bundesgebiet innerhalb ihres Ringes eingeführt. Von jetzt an können also alle Sparer bei den Gemeinwirtschaftsbanken unter Vorlage ihres Sparbuches und einer Legitimation Ein- und Auszahlungen bei jeder Gemeinwirtschaftsbank, deren Niederlassungen, Depositenkassen. Kommanditen oder Zahlstellen nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen vornehmen. Mit dieser Freizügigkeit wird auch den Sparern der Gemeinwirtschaftsbanken der Vorteil geboten, daß sie bei ihren beruflichen oder privaten Reisen im Bundesgebiet und nach Westberlin nicht gezwungen sind, größere Bargeldbeträge bei sich zu führen.