In Hannover, in der Kestner-Gesellschaft, sind Werke von Hans Arp ausgestellt. Der Kunstkritiker M.-M.Manfried der „Deutschen Stimmen“, die der DP nahestehen sollen, hat über sie eine böse Kritik geschrieben. Das wäre sein gutes Recht, wenn er dabei sachlich seine Meinung gesagt hätte. Leider schreibt er dabei von dem ersten Auftreten dieses Künstlers nach 1919 in Deutschland wörtlich:

„Man kann nur bedauern, daß nicht damals schon ein eiserner Besen waltete, der zum Schutze der Kunst, deren ehrwürdigen Namen jene zu verunglimpfen sich erdreisteten, aufräumte mit jenen, denen die Zeit des ersten Weltkrieges zu lang geworden war und die in ihrer geistigen und sonstigen Langeweile ein Gift zusammenmixten, mit dem sie von ihrem Sektor aus Europas Kunstbegriffe zu zersetzen drohten. Wir stehen nicht im Verdacht, faschistischen Tendenzen das Wort zu reden oder sie gar zu preisen. Daß man aber gleich nach 1933 den Mut fand (einen Mut, den man bereits nach 1918 hätte aufbringen sollen!), ein solches Gift eben als Gift beziehungsweise als ‚entartete Kunst’ anzuprangern und zu beseitigen, und damit etwas zu tun, was die vernunftbegabten Wesen aller Zeiten begrüßen dürften, ohne daß es bei solchem Vorgang einer politischen Abstempelung bedarf.“ Hier endet zu unserem Bedauern der Satz grammatisch ebenso unvollständig, wie es die Gedankenverbindungen seines Verfassers sind. Wieso nämlich sagt Herr Manfried eigentlich, daß er nicht im Verdacht stehe, faschistischen Tendenzen das Wort zu reden oder sie gar zu preisen, wenn er doch eines der übelsten Kapitel der Nazizeit mit einer Gloriole umgibt und als preiswürdig hinstellt? Tgl