Die Geschäftsentwlcklungder Bausparkassen beruht wie die aller Kieditinstitnte und Versicherungen zu einem wesentlichen Teil auf dem Vertrauen ihrer Kundschaft m die Leistungsfähigkeit und Solidarität des Unternehmens Dieses Vertrauen setzt aber vor allem eine möglichst großzügige TJnternchtang der Ofientlichkeit über den Geschaftsverlauf voraus Es gibt im Bundesgebiet heilte bei über einer Million Bausparvertragen rund drei Millionen Menschen die sich für die Entwicklung der Bausparkassen interessieren Es ist daher sehr zu begrüßen, daß die neuen Vorschriften für die Rechnunaslegung der privaten Bauspatkassen — eine Gemeinschaftsarbeitdes Bundesaufsichtsamtesfürdas Versicherungsund Bausparwesenundderl Bprivaten Bau Sparkassen( die 13 öffentlichen Institute unterstehen nicht dem Aufsichtsamt)—, die auf einer Pressekonferenz in Stuttgart von dem Präsidenten des Aufsichtsamtes,t>r Schrmd, und dem Vizepräsidenten, Dr Fritz erläutert wurden, diesem Interesse weitgehend entgegenkommen Allein die Positionen, die jetzt im Geschaftsbenoit naher erläutert werden müssen, haben sich von 17 auf 34 verdoppelt Die neuen Vorschriften die erstmals für den Jahresabschluß 1155 gelten und die 1933 ( der Anfangszeit des Bausparwesens) erlassenen und von den Bestimmungen für die Versicherungs unternehmen abgeleiteten Vorschriften ablosen, berücksichtigen die seitdem durch das Aktiengesetz von 1937 und durch die Vv ahnragsgesetze von 1948 entstandenen Änderungen und passen die Bilanzen denen der Realkreditinstitute an Diese Anpassung machte eine vollständige Umgestaltung des BilanzSchemas noU endig m dem nunmehr die Positionen ihrer Bedeutung für das Bauspargeschaft nach angeordnet sind An erster Stelle stehen daher jetzt die Baudarlehen auf der einen und die Bausparemlagen auf der anderen Seite Die Eigen kapitalposten kommen am Schluß der Bilanz In der Gewinn und Verlustrechnung erscheinen die Verualtungskosten nicht mehr getrennt nach Kostenstellen sondern nach Kostenarten ( Lohne und ua Gehalter) Durch die erweiterte Aufgliederung vermehren sich allerdings die Zahlenangaben, jedoch werden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bedeutend übersichtlicher Das Ziel der neuen Bestimmungen eine hessere UnterrichtungderÖffentlichkeit, insbesondere der Bausparer, wird noch unterstrichen durch eine den neuen Vorschriften beigegebene Empfehlung des Aufsichtsamtes, die Geschäftsberichte, deren reine Zahlenangaben die Zusammenhange des Jahresabschlusses für die Mehrzahl der Bausparer nicht ausreichend verdeutlichen, durch Vergleiche, graphisdie Darstellungen und Tabellen allgemein verstandlicher ?u gestalten Es ist, nach dem Verlauf der Konferenz zu schließen wohl anzunehmen, daß auch diese Anregung des sehr auf geschlossenen Aufsichtsamtes das im übrigen für die Erfüllung seiner Aufgaben die Unterstützung der Presse für unumgang lieh halt, bei den Bausparkassen einen positiven Widerhall finden wird C B Nordkredit stärkt fieserven. Als erstes Bremer Unternehmen legte die Norddeutsche Kreditbank AG, Bremen, den Abschluß für 1954 vor Der ausführlich gehaltene Bericht laßt eine er freuiiche Entwicklung dieses Instituts erkennen Die Dividende ist wie im Vorjahr auf 7v H zugeschnitten allerdings kommt sie diesmal auf das voll eingezahlte Kapital von 10 Mill DM zur Ausschüttung Im Vorjahr wurden ebenfalls 7v H auf das damals dividendenberechtigte Kapital von 6 B Mill DM gezahlt In der Eigenschaft als AuSerhandelsbank wickelte das Institut Importe von 2554 Mill und Exporte von 1528 Mill DM ab Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine erhebliche Steigerung Auf Grund des engen Verhältnisses zum Bankhaus Job Berenberg, Gossler & Co, Hamburg und zur Ibero Amerika Bank AG Bremen wai- die Nordkredit aucn an zahlreichen größeren Außenhandelsgeschäften des Inlandes beteiligt Wie die Verwaltung auf einer Pressekonferenz be tonte legt man auf eine Stärkung der offenen und stillen Reserven großen Wert, ebenso an! eine kontinuierliche Divllendenpolitifc Die Liquidität der Bank hat sich weiter ver>essert, mit rund 85 (83) Mill DM decken die liquiden Mittel äst 63 v H der Einlagen und Akzeptverbindlichkeiten Die inlagen wiesen eine Steigerung von 111 1 auf 114 5 Mill DM uif Die dem Bericht beigefugte kombinierte Bilanz des Banklauses Job Berenberg Gossler 3t Co, Hamburg, und der ordkredit zeigt ein Anwachsen der Bilanzsumme zum 31 12 954 auf 2273 ( 221 1) Mill DM Die Bilanzsumme der Nordredit allein hat sich mit 165 88 ( 165 79) Mill DM wenig verndert MAN ProdnkUon !n Alladi ab April. Hinsichtlich der bereits ruher vereinbarten Übernahme eines Teiles der BMW Anlagen n Allach ( südlich München) durch die MAN sind nunmehr wischen der Bayerischen Motoren Werke AG und der Maschilenfabnk Augsburg Nürnberg AG Vereinbarungen uber die Einzelheiten beschlossen worden sie bedürfen noch der Zu timmung des BMW Aufsichtsrates Die MAN beabsichtigt, in < en Allacher Werkanlagen einen Teil ihres erweiterten Ferti( ungsprogrammes für Lastwagen und Ackerschlepper zu verfegen, wobei insbesondere an die Fertigung von Fahrgestellen md an die Montage der Fahrzeuge gedacht ist Die Produktion oll bereits im April anlaufen und nach und nach Arbeitsjlatze für etwa 3500 Personen schaffen Im Werk Nürnberg lleiht nach wie vor die Fertigung der Motoren für. Lastwagen md Ackerschlepper, die allerdings in Anpassung an die zu atzliche Produktion erheblich erweitert wird Halpans Zigaretten aus Westberlin Mitte Januar hat diö Pr A Haipaus KG Cigaretten Fabrik ihre Produktion in West lerlm aufgenommen Das Unternehmen beabsichtigt seine gesamte Erzeugung aus dem bisherigen Werk in Gelsenkirchen lach Westberlin zu verlagern Gegenwartig stellt die Firma nonatlich etwa 5 Mill Orient Zigaretten der 10 Pf Preisklasse ler Besondere Schwerpunkte hat der Absatz im Ruhrgebiet md im Rheinland Es ist beabsichtigt, den Berliner Markt als crittes Hauptabsatzgebiet zu gewinnen Das Unternehmen vurde in der jetzigen Form 1949 in Gelsenkirchen gegründet Is entstand aus dem alten Haipaus Unternehmen das 1892 von dem Großvater des jetzigen Inhabers m BretJau errichtet vurde und dort bis 1945 seinen Sitz behielt Der Aufbau des lerlmer Betriebes urde von der Gesellschaft aus eigenen Mitteln finanziert