Westdeutschlands Textilindustrie, die in den letzten Monaten nur einen bescheidenen Anteil an dem bundesrepublikanischen Wirtschaftswunder hatte, will einen ausgezeichneten Gedanken in die Tat umsetzen: um die Kontinuität der Forschungsarbeiten zu sichern, soll von den Textilunternehmen ein „Forschungspfennig“ in einen gemeinsamen Topf gesteckt werden. Man geht davon aus, daß staatliche Zuschüsse nur dann erwartet werden können, wenn die Industrie mindestens 50 v. H. der für die Forschung verwendeten Mittel selbst aufbringt. Im Augenblick überlegt man noch, ob diese Spende nach der Beschäftigtenzahl oder nach dem Umsatz der Betriebe errechnet werden soll. Die Notwendigkeit derartiger Arbeiten, die vor allem der Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Textilindustrie dienen, steht außer Zweifel. Heute wird die Textilforschung leider nur sehr unterschiedlich gefördert. Kernzellen der akademischen Nachwuchsbildung für unsere Textilindustrie sollen künftig vor allem die Hochschulen in Aachen und Stuttgart werden. -zke.