Nach den Lloyd-Werken, dem Volkswagenwerk und der Adam Opel A. G. hat nun auch die Bremer Goliath-Werk Gmb H von ihrem neuen Modell den Schleier des Geheimnisses gezogen, das auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung des Typs ‚GP 700“, der nunmehr mit einem 900-ccm-Einspritzmotor geliefert wird, während das Werk die bisherige 700-ccm-Klasse ausschließlich mit Vergasermotor ausstattet.

An der äußeren Form sind an sich nur unwesentliche Korrekturen vorgenommen worden. Aber trotzdem wirkt der Wagen jetzt nocheleganter. Erreicht wurde die neue Linie durch vergrößerte Windschutz- und Heckscheiben, eine insgesamt niedrigere Karosseriekonstruktion, eine neue Gestaltung der vorderen Kotflügel und eine Verbesserung des Hecks. Das traditionelle Geräusch des Zweizylinder-Zweitaktmotors konnte nahezu beseitigt werden. Die Motorleistung beträgt 40 PS bei einer Umdrehungszahl von 4000 U/min. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 130 km/h; der Kraftstoffnormverbrauch wird vom Werk mit 6,7 l je 100 km angegeben.

Erfreulich ist, daß die Rückenlehnen der Vordersitze schräg nach innen geklappt werden können, so daß jetzt nach hinten besser eingestiegen werden kann. Der neue Goliath-Typ überrascht auch durch eine umfangreiche Farbskala sowie neue und geschmackvolle Polsterstoffe. An weiteren Verbesserungen kommen u. a. hinzu, daß das Werk die Entfrostung der Windschutzscheibe wirksamer gestaltete, den Scheinwerferlichtaustritt vergrößerte und das Blinklicht mit einem automatischen Rückstellschalter versah. Selbstverständlich ist auch das Vierganggetriebe des neuen Goliath-Modells „vollsynchronisiert. w e.

200 Trambusse für Kolumbien. Gegen schwerste internationale Konkurrenz erhielt Büssing einen Großauftrag der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá auf Lieferung von 200 kompletten Trambussen mittlerer Bauart mit Unterflur-Dieselmotor. Der Serienbau ist im Braunschweiger Werk im vollen Gange. In diesem Monat werden die ersten Fahrzeuge bereits in deutschen Häfen nach Übersee verladen.

Hoesch-Röhrenwerk in Kanada. Mit einem Kostenaufwand von drei Mill. $ will die Hoesch-Werke A. G. in Kanada ein Werk für Ölfeldrohre errichten. Wie der Premierminister der Provinzialregierung von Saskatchewan (Kanada) auf einer Pressekonferenz erklärte, habe die Hoesch (Kanada) Ltd. im Norden der Stadt Regina ein Terrain von rund 65 ha Ausdehnung erworben das Röhrenwerk soll bereits im nächsten Frühjahr in Betrieb genommen werden.

Bei der Gebr. Claas Maschinenfabrik G. m. b. H., Harsewinkel i. W., konnte ein Jubiläum besonderer Art gefeiert werden: Man gedachte des Tages, an dem vor 25 Jahren das heute zu den führenden Mähdrescherfirmen der Welt zählende Unternehmen seinen ersten Mähdrescher auf den Markt brachte, Bis heute konnte das Werk über 110 000 Strohverarbeitungsmaschinen und mehr als 20 000 Mähdrescher in viele Länder, der Erde liefern. In dem mit modernsten Maschinen ausgerüsteten Werk in Harsewinkel und in der nahegelegenen Eisengießerei Blankenhagen sind 1500 Arbeitnehmer beschäftigt.