Um Themen nicht verlegen

Das folgende Kanzler-Bonmot kursiert gegenwärtig in Bonn: „Ich werde mit Marschall Bulganin noch besser auskommen als Präsident Eisenhower; denn ich habe vierzehn Enkelkinder, über die ich sprechen kann.“

Uns bleibt nichts erspart

Die Bürgermeister von San Francisko und Palo Alto waren die freiwilligen Teilnehmer einer öffentlichen Vorführung des Videophons, des Fernsehtelephons, das eine gleichzeitige Übertragung von Bild und Ton auf drahtlosem Wege ermöglicht. Das Gerät ist mit zwei Bildschirmen und einer Kamera ausgestattet, die bei Abnahme des Hörers mit der Übertragung des Bildes auf den kleineren Bildschirm beginnt. Sowie die Verbindung hergestellt ist, erscheint dann das Bild des Gesprächspartners auf dem anderen Schirm. Der Bürgermeister von Palo Alto erklärte nach der Vorführung, für ihn persönlich käme jedenfalls nur ein Gerät in Frage, bei dem es möglich sei, das eigene Bild abzuschalten. Jedoch konnten ihm die Konstrukteure versichern, es sei vorgesehen, die Hausgeräte mit Schaltern für jeden Bildschirm auszurüsten: den Narzissus-Typen bleibe es dann freigestellt, sich selbst gefällig zu beobachten, und andererseits sei dann niemand gezwungen, das ihm vielleicht unsympathische Gesicht seines Gesprächspartners zu betrachten. Zudem werde auch nach einem Verfahren gesucht, das eigene Bild auf dem Schirm des Gesprächspartners abschalten zu können. Zwar befinde sich das Gerät noch im Entwicklungsstadium, doch hoffe man, etwa 1960 die Serienproduktion aufnehmen zu können.

Präsident und Kanzler

Das Hotel Sowjetskaja, so berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, besitzt zahlreiche Appartements. „Der Präsident des Deutschen Fußball-Clubs, Dr. Pecco Bauwens, erhielt für seinen persönlichen Gebrauch ein Appartement von fünf Zimmern zugewiesen.“ Unter dem gleichen Datum berichtet „Die Welt“: „Adenauer und Außenminister v. Brentano werden je vier Zimmer im Sowjetskaja bewohnen.“

Schlechtes Vorbild