Felten & Guilleaume baut neues Kabelwerk. Die HV der Feiten & Guilleaume Carlswerk AG, Köln-Mülheim, hat beschlossen, für 1954 eine auf 8 (i. V. 6) v. H. erhöhte Dividende zu verteilen und das Grundkapital der Gesellschaft um 15,6 auf 93,0 Mill. DM zu erhöhen. Die neuen, ab 1. Juli 1955 dividendenberechtigten Aktien werden den Aktionären im Verhältnis 5 : 1 zu pari angeboten. Vertreten waren nom 68,31 Mill. DM des 77,4 Mill. DM betragenden Grundkapitals Die turnusgemäß ausscheidenden Mitglieder des AR wurden wiedergewählt. Generaldir Joseph Horatz teilte mit, daß im lautenden Geschäftsjahr Auftragseingang und Umsatz steigende Tendenz zeigen, allerdings bei weiter starkem Preisdruck Auf Grund der günstigen Kapazitätsausnutzung Und der erfolgten Rationalisierungsmaßnahmen hofft die Verwaltung jedoch, für 1955 eine Bilanz vorlegen zu können, die mindestens so gut ist wie die für das jetzt verabschiedete Geschäftsjahr Es ist beabsichtigt, eine neue Kabelfabrik zu bauen, in der Kunststoffkabel hergestellt werden sollen. Die Kapitalerhöhung, so führte Horatz aus, soll dazu dienen, das Investitionsprogramm für die nächsten zwei Jahre zu finanzieren

Philips, Hamburg, erhält 50 Mill. DM Revolving-kredit. 50 Mill. DM als über 10 Jahre laufende Revolvingkredite erhält die Allgemeine Deutsche Philips Industrie GmbH (Hamburg) durch Vermittlung eines Münchner Finanzmaklers. Es ist der größte Revolving-kredit, der seit der Währungsreform zur Verfügung gestellt wird. Lediglich die Mannesmann-AG hatte Anfang 1954 mit 40 Mill. DM einen ähnlich großen Revolving-Kredit bekommen. Während das Verfahren und die Konditionen beider Kredite in etwa übereinstimmen, wird im Falle des Philipskredites auf eine Realisierung verzichtet, weil die Muttergesellschaft Philips in Eindhoven (Niederlande) die Bürgschaft übernimmt Sie deckt auch die Zinsen und Kosten. Die Philips Hamburg will den Kredit für Investitionen, insbesondere für die Produktion von Fernsehröhren verwenden Auf dem Philips-lnduslriegelände in Aachen (Rothe Erde) ist dieser Tage das Richtfest für eine Glashütte zum Bau von Glaskolben für Fernsehbildröhren. Die Gesamtinvestitionen für dieses Bauvorhaben einschl. der Einrichtung belaufen sich auf 12 Mill. DM. Auch in Berlin ist eine neue Philips-Fabrik im Bau, für die ein Investitionsbetrag von 6 bis 7 Mill. DM genannt wird.

Die HV der Wanderer-Werke AG am 2. September in München genehmigte den Abschluß für das Geschäftsjahr 1954 mit einem Jahresverlust von 0,34 Mill. DM, der einschl. Vorjahresverlust mit insgesamt 0,47 Mill. DM auf neue Rechnung vorgetragen wird. Von Vorstandsseite wurde mitgeteilt, daß auch für das laufende Geschäftsjahr noch nicht mit einem Gewinn gerechnet werden könne.