Die Experten der Deutschen Bundesbahn waren sich von Anfang an klar darüber, daß in dem Gedanken der fahrenden Landstraße – also cer Verladung von normalen Lkws auf Güterwagen – ein innerer Widerspruch steckt. Ein so organisierter Huckepackverkehr kann keine letzte Lösung darstellen. Der bisher durchgeführte Versuchsverkehr hat überdies gezeigt, daß er auch technisch nicht durchführbar ist,’weil die auf offene Güterwagen verladenen Giganten der Landstraße die international vereinbarten Streckenprofile überschreiten. Es mußten also andere Wege beschritten werden, wenn man der an sich richtigen Grundidee des Huckepackverkehrs gerecht werden wollte. Die französischen und amerikanischen Beispiele gaben Fingerzeige für eine richtige Lösung. Sie war nur in Spezialsattelfahrzeugen zu finden.

Im Grunde läuft das darauf hinaus, Großbehälter auf Räder zu setzen, die an den beiden Endpunkten der Strecke durch Zugmaschinen auf der Straße befördert werden. Im Zusammenwirken mit der Industrie hat die Bundesbahn jetzt entsprechende Sattelfahrzeuge entwickelt, die den Ansprüchen des Eisenbahnbetriebes in jeder Weise gerecht werden. Es handelt sich um große Wagenkasten, die durch eine hydraulische Senkvorrichtung unmittelbar auf den Eisenbahnwagen abgesetzt werden, nachdem die Straßenachsen mit ihren Rädern nach hinten ausgeschoben wurden. Dieses Fahrzeug wurde vor einigen Tagen dem Bundesverkehrsminister und Verkehrsexperten vorgeführt. Es erwies sich als eine (da vollmechanisiert) schnell und relativ einfach zu bedienende Konstruktion. Angelegenheit der Praxis wird es sein, den Anwendungsbereich dieses technisch recht ansprechenden neuen Verkehrsmittels zu erkunden. –eb