Am 23. August ist der erste Hochofen des zunächst teilweise fertiggestellten Metallurgischen Kombinates Tscherepowetz“ angeblasen worden. Tscherepowetz – ein bisher bedeutungsloses Landstädtchen – liegt im Gebiet Wologda am Nordufer des Rybinsker Stausees, etwa 450 km Luftlinie ostwärts von Leningrad. Aus den Äußerungen . des Unionsministeriums der „Schwarzmetallindustrie“ ist zu entnehmen, daß das neue Kombinat die Aufgabe haben wird, die Maschinenbauwerke des sowjetischen Nordwestens, vor allem natürlich die von Leningrad, mit Eisen und Stahl zu versorgen. Denn bisher bezog gerade die relativ stark entwickelte, komplizierte und differenzierte Maschinenbauindustrie Leningrads ihre Metalle aus dem europäischen Süden, dem Ural und sogar aus Sibirien. Weiterhin ist aus den offiziösen Berichten ersichtlich, daß das neue Kombinat an Umfang und Kapazität den bekannten metallurgischen Werken „Saporoschstahl“, dem Kusnetzker Kombinat und sogar dem von Magnitogorsk durchaus nicht nachstehen soll. F.D.