Unterbezahlt

„Entschieden unterbezahlt“ seien die amerikanischen Offiziere, schreibt der Cleveland Piain Dealer. Ein Oberst erhält zum Beispiel Jahressold von 9734 Dollar (rund 40 800 DM), während jeder Zivilist von ähnlichem Verantwortungskreis rund 58 800 DM einnehmen würde. Jeder Generalmajor würde im Zivilleben, statt seiner Dienstbezüge von 59 280 DM, mindestens 160 000 DM verdienen können. Geradezu „fantastisch“, sei es aber, daß General Gruenther, der die Streitmacht von zwölf Nationen befehligt und 48 Divisionen mit einer Ausrüstung, die Milliarden-Werte verkörpert, unter seiner Kontrolle hat, mit allen Sondervergütungen nur auf 84 600 DM komme, während jeder der drei Hauptleiter von General Motors über 25 Millionen erhalte.

Ganz neutral

Die Sowjetunion hat ihre Bereitschaft erklärt, sich an der Ausrüstung der neuen österreichischen Armee zu beteiligen. Sie werde, so teilte Botschafter Iljitschew dem Bundeskanzler Raab mit, Gewehre, Maschinenpistolen, Maschinengewehre, Handgranaten, Minenwerfer, Kanonen, Panzerwagen, Traktoren, Flugzeuge und Munition zur Verfügung stellen. Der Kreml erteilte diese Zusage auf ein Gesuch der österreichischen Regierung hin.

Beihilfe?

Mitten bei der Verhandlung über einen schweren Diebstahl betraten zwei Mechaniker den Sitzungssaal eines Wiener Amtsgerichts und montierten die Uhr über dem Platz des Vorsitzenden ab. „Sie muß repariert werden“, erklärten sie. Der Richter war so freundlich, einen Moment aufzustehen und seinen Stuhl zum Hinaufsteigen zur Verfügung zu stellen. Mit einem „Entschuldigen Sie bitte die Störung“ und der Uhr unter dem Arm zogen sie ab. Man sucht sie und die Uhr noch heute. Der Staatsanwalt erwägt zur Zeit, ob der Richter sich der Beihilfe zu diesem Diebstahl schuldig gemacht habe.

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