N.-N., Sydney, im Oktober

Das Volumen des australischen Außenhandels ist im abgelaufenen Finanzjahr 1954/55 um weitere 109,2 Mill. Pfund auf 1,619 Mill. Pfund angewachsen. Die Erhöhung ist jedoch ausschließlich auf das Aufblähen des Imports zurückzuführen. Während dieser 1953/54 unter der strengen Importkontrolle auf 681,5 Mill. Pfund zurückgehalten wurde, stieg er nach dem etappenweisen Abbau der Restriktionen (Ende 1953 und Anfang 1954) 1954/55 um 162 Mill. auf 843,5 Mit. Pfund. Der australische Export dagegen ist bei den geringeren Wollpreisen und den Absatzschwierigkeiten bei einigen weiteren Exportartikeln um 52,8 Mill. auf 775,5 Mill. Pfund zurückgegangen. Die sich daraus ergebende Passivität im Warenaustausch beträgt 68 Mill. Pfund und steht dem letztjährigen Aktivum von 146,7 Mill. Pfund gegenüber.

Australiens Außenhandel war sowohl mit dem Sterling- als auch mit dem Dollargebiet passiv, und zwar mit 95 Mill. bzw. 57 Mill. Pfund. Aktiv ist er mit den übrigen Ländern der Welt geblieben, vor allem mit den europäischen Ländern. Allerdings ist auch das Aktivum hier stark eingeengt worden: von 183 Mill. Pfund vor einem Jahr auf nur noch 84,6 Mill. Pfund im Berichtsjahr. Wiederum war Großbritannien der weitaus wichtigste Handelspartner. Es hat allein über 40 v. H. des gesamten Handelsvolumens auf sich vereinigt. Seine Ausfuhr nach Australien hat sich um 47 Mill. auf 378 Mill. Pfund erhöht, seine Warenbezüge sind jedoch um 14,8 Mill. auf 286 Mill. Pfund zurückgegangen. An zweiter Stelle im australischen Außenhandel stehen die Vereinigten Staaten mit 101,7 Mill. Ausfuhr und 52,4 Mill. Pfund Einfuhr. Deutschland ist nach Frankreich und Japan der fünfwichtigste Handelspartner Australiens geworden, indem es Waren im Werte von 30,8 Mill. Pfund hierher exportierte und für 31,9 Mill. Pfund australische Waren bezog.