Das Zechenunternehmen der Reichswerke, die Berg-

bau-AG Ewald-König Ludwig, Herten/W., von deren AK von 78 Mill. DM rund 66 Mill. DM im Portefeuille der Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten, Berlin, liegt, hat 1954 einen kleinen Gewinn von 0,6 Mill. DM ausgewiesen, um den sich der Verlustvortrag von 2,5 auf 1,87 Mill. DM ermäßigt. Der Konzernumsatz von Ewald erreichte 1954 rd. 360 nach 345 Mill DM. Davon entfielen auf Kohle 116 (105), auf Gewerkschaft Haus Aden 40 (36,6), auf Koks 62,8 (73), auf Kohlenhandelsgesellschaften 68 (61), auf Kohlenwertstoffe 18,7

(19,9) und der Rest auf Gas, Ammoniak, Strom und Sonstiges. Die Reedereien machten 6,8 (6,1) Mill. DM. Die unmittelbar zu Ewald-König Ludwig gehörenden Betriebe (also ohne Aden, Handel, Reedereien und Eisenhütte Prinz Rudolph) erreichten 238,7 (235,9) Mill. DM Jahresumsatz. Der oHV am 12. Oktober werden die Abschlüsse für 1953 und 1954 vorgelegt werden.

Das Unternehmen förderte 5,5 (5,3) Mill. t Kohle, produzierte 1,17 (1,4) Mill. t Koks und u. a. 525 (618) Mill. cbm Gas. Im Bericht heißt es lediglich, daß das Modernisierungsprogramm auf allen Schachtanlagen weitergeführt worden sei. Investitionssummen werden nicht genannt. Aus der Bilanz geht hervor, daß 20,56 (31,23) Mill. DM Zugänge bei 18,3 (18,7) Mill. DM Abschreibungen verbucht wurden. Die Zugänge sind demnach erheblich zurückgegangen, um mehr als 10 Mill. DM, ohne daß dieser Vorgang erläutert wird. Die Anlagen erscheinen jetzt mit 178,3 (176,6), wozu noch Anzahlungen auf Neuanlagen über unverändert 6.2 und Beteiligungen über 32,5 (31,1) Mill. DM hinzukommen. Das Umlaufvermögen ist mit 116 (96) Mill. DM aktiviert, davon Vorräte nur noch 12,8 (17,5) bei 77,6 (68,9) Mill. DM Forderungen. Andererseits betragen Rücklagen 36,9 (39,9), Wertberichtigungen 11,6 (10,1), Rückstellungen 83,3 (76,3) und Verbindlichkeiten 132,7 (112,1), davon lang- und mittelfristige Darlehen 68 (73,9) Mill. DM. – lt.

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RWE-HV genehmigte Kapitalerhöhung. Eine aoHV der Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG, Essen, genehmigte einstimmig die Schaffung von 59 Mill. DM genehmigten Kapitals in Form von stimmrechtslosen Vorzugsaktien, mit denen die freien Aktionäre der Rheinischen AG für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation AG, Köln, im Zuge des Umtausches ihrer Aktien im Verhältnis 5:7 in RWE-Aktien abgegolten werden. Dieses – Umtauschangebot ist für die Rheinbraun-Aktionäre ein gutes Geschäft, da sie sowohl dem Kurswert wie der Dividendenzahlung nach mit dem RWE-Papier ein höheres Kapital und eine höhere Verzinsung erhalten. Auf der aoHV teilte die Verwaltung noch mit, daß die hohe Ausnutzung der Stromkapazität und der Verteilungsanlagen zu einer Kostendegression geführt hätte. Die Rationalisierungen und Modernisierungen hätten die höheren Kohlenpreise und steigenden Löhne aufzufangen vermocht. Das Ergebnis dieser Bemühungen sind jetzt Preisermäßigungen für Tarifabnehmer und für Haushalts- und Landwirtschaftstarife. Mit diesem Schritt unterstützt das Unternehmen vor allem die Bestrebungen des Bundeswirtschaftsministers.

Die Norddeutsche Bank AG, Hamburg, hatte ihre Aktionäre zu einer aoHV einberufen, um von ihnen die Zustimmung über den Vertrag des Gewinn- und Verlustausgleichs der Nachfolgeinstitute der Deutschen Bank zu erhalten. AR-Vorsitzender Dr. Wiegers konnte feststellen, daß zu dieser aoHV 23,8 Mill. Aktien von dem 30 Mill DM betragenden AK vertreten waren. Vorstandsmitglied Dir. Erich Bechtolf informierte die Aktionäre über die Bedeutung dieses Vertrages, der die finanzielle Kraft jedes der drei Nachfolgeinstitute – Süddeutsche Bank AG, München, Rheinisch-Westfälische Bank AG, Düsseldorf, und Norddeutsche Bank AG, Hamburg – durch Ausgleich der Gewinne und etwaiger Verluste stärken und ihre Aktionäre vor wirtschaftlichen Nachteilen aus der Aufteilung der Deutschen Bank schützen soll. Der Vertrag wurde von den Aktionären der Norddeutschen Bank AG einstimmig gebilligt! auch die Aktionäre der Süddeutschen Bank und der Rheinisch-Westfälischen Bank stimmten dem Abkommen vorbehaltlos zu.