Zweidrittel der 900 Millionen Kinder auf der Welt leben in Not. Sie sind unterernährt, schlecht gekleidet, Seuchen und Krankheiten ausgesetzt. Diesen Kindern aller Rassen in allen Erdteilen zu helfen, ist das Ziel der UNICEF (des Weltkinderhilfswerks der Vereinten Nationen). Im Gegensatz zu allen anderen Organisationen der UN lebt das Hilfswerk der UNICEF ausschließlich von freiwilligen Beiträgen der Regierungen, privaten Organisationen und Einzelpersönlichkeiten. Da auch der kleinste Geldbetrag eine tief wirkende Hilfe bedeutet – schon für 0,20 DM kann die UNICEF ein Kind gegen Tuberkulose impfen, für 0,30 DM eine Penizillinspritze geben –, versucht das Weltkinderhilfswerk seit 1952 mit wachsendem Erfolg durch seine Grußkarten das Interesse und die Hilfsbereitschaft der internationalen Öffentlichkeit anzuregen. Namhafte Künstler beteiligen sich an den Entwürfen für das jeweilige Jahresthema. Neben der Neujahrsglückwunschkarte mit den Fahnen aller Mitglieder der Vereinten Nationen enthält die Kartenserie dieses Jahres fünf Beispiele zum Thema: "Ein Hoch auf die Ferien in aller Welt." Unser Bild: Nordafrika, – Zugleich mit dem Beginn des Grußkartenverkaufes lief am 3. Oktober, dem "Weltkindertag", in der Bundesrepublik ein Film "Und Kinder lächeln wieder" an, der die Arbeit der UNICEF schildert. Der amerikanische Schauspieler und Tänzer Danny Kaye stellte sich für diesen Film zur Verfügung, den die Paramount dem Weltkinderhilfswerk widmete. – Der 3. Oktober ist zum "Weltkindertag" erklärt worden, der nun zum erstenmal auch in Deutschland begangen wurde. Müssen wir wirklich einen bestimmten Tag einführen, an dem sich die Welt der Kinder und ihres Rechtes auf Liebe und Fürsorge (wie der Tiere am 4. Oktober) erinnert? Was ist das für eine Welt, in der solch gutgemeinte Gedenktage erfunden werden müssen?