am. iel, Königsberg (Nm)

Neunhundert Zwangsarbeiter wurden im neumärkischen Kreis Königsberg mit der Maßgabe in Freiheit gesetzt, Arbeit auf den Kolchosen, Staatsgütern oder Viehfarmen anzunehmen bzw. sich um Neusiedlerstellen zu bemühen. Die Strafgefangenen waren vor Jahren in dieses Gebiet zur Zwangsarbeit bei militärischen Projekten aus Innerpolen deportiert worden. In der Hauptsache bauten sie neue Flugplätze in der westlichen Neumark oder wurden zur Wiederinstandsetzung alter deutscher Fliegerhorste herangezogen. Nach Beendigung dieser Arbeiten sollen die Häftlinge dem Landarbeitermangel im südlichen Teil der Provinz Stettin (die von der polnischen Verwaltung bis auf die Neumark ausgedehnt wurde) abhelfen. Frühere Bauern sollen nach Bewährung die Möglichkeit erhalten, eigene Höfe zugeteilt zu bekommen. Die Entlassung wurde jedoch davon abhängig gemacht, daß die Häftlinge in der Neumark bleiben und ihre Angehörigen nachkommen lassen. Unter den Entlassenen befinden sich 40 Deutsche.