j. p., Essen

Mein Gott, ist das Land schön!“ Das war der Stoßseufzer so mancher Besucher, vor allen Dingen so mancher Besucherinnen der Internationalen Ausstellung für Wirtschaft und Werbung (IWA 55 vom 24. September bis 9. Oktober im Essener Blumenhof), wenn sie den Stand der österreichischen Fremdenverkehrswerbung gesehen hatten. – Kein Zweifel, daß die österreichische Werbung einen besonders leichten Stand hat, steht ihr als Gegenstand doch ein Land von so zauberhafter Vielfalt zu Gebote, daß sie um die Wahl der Motive und die Ehrlichkeit ihres Versprechens nie verlegen sein kann: Kärnten, die Wachau, Steiermark und Tirol, die bald glühende, bald majestätisch drohende Pracht der Alpen, das unter der Last der Historie lächelnde Wien, das von Mozarts Heiterkeit überglänzte Salzburg, die heilende Stille seiner Kurorte, die vertrauliche Eleganz seiner Bäder und die herzhafte Behaglichkeit seiner zahllosen Skiparadiese, um nur einiges zu nennen.

Den österreichischen Werbern, den Zeichnern, Malern, Photographen ist es gelungen, das Gesicht dieses Landes mit spezifisch österreichischem Charme in das Bewußtsein des Betrachters zu heben. Ob sie dies mit pastellzartem, die Tradition hofierendem Pinselstrich oder in den derberen, lauter rufenden Formen und Farbenskalen moderner Werbung tun, das Ergebnis bleibt das gleiche: der Wunsch, schon fast der Entschluß, sobald wie möglich nach Österreich zu fahren. – Und das will viel heißen in einer Ausstellung, die so eindrucksvoll und treffsicher gemachte Werbung zeigen konnte, wie zum Beispiel die der Düsseldorfer Dorland-Werbeorganisation und die Fremdenverkehrswerbung von Köln und Berlin.