Pierre Routy ging ans geöffnete Fenster und sah auf das Meer, das in scheinbar ewiger Monotonie an das Ufer schlug. Das Gerede seiner Frau hatte ihn in einen Zustand der Gereiztheit versetzt, über den er sich keine Rechenschaft zu geben wußte. Seit siebzehn Jahren lebte er auf der Insel, war er Gouverneur von Guadeloupe, und nichts hatte ihn je aus der Ruhe bringen oder das Einvernehmen stören können, das ihn mit Emily verband. Kein Vulkanausbruch, kein Erdbeben, keine Meuterei, nichts. Und jetzt – dieses Mädchen.

Er seufzte, schloß das Fenster, schob die Hände in die Hosentaschen und drehte sich plötzlich um. „Was du nur hast!“ sagte er. „Marceline ist gesund und ist alt genug.“

„Eben siebzehn“, gab Madame Routy zurück.

„Und Lamarre ist ein Teufel. Er trinkt.“

„Das tun sie alle“, erwiderte Pierre, „die hier ihre Schiffe mit Rum voll laden. Das ist nicht das Schlimmste. – Hier stirbt sie, vor Heimweh!“

Jetzt war es Emily Routy, die seufzte und nur mit Mühe ihre Tränen unterdrückte. Es klopfte. „Das ist Lamarre!“ sagte Emily, während sie die Falten ihres Kleides glättete. „Er kommt, uns seinen Abschiedsbesuch zu machen.“

Der Gouverneur öffnete und kam mit dem schwerfällig über die Treppe polternden Kaptän wieder.