Der AR der Dortmunder Ritterbrauerei AG, Dortmund, hat beschlossen, einer zum 21. November einzuberufen den ao. HV die Erhöhung des Grundkapitals um 2,421 Mill. DM auf 7,2 Mill. DM vorzuschlagen. Die neuen, ab 1. Juli 1955 dividendenberechtigten Aktien sollen unter Ausschluß des ges. Bezugsrechtes von einem Bankenkonsortium übernommen werden mit der Verpflichtung, sie den Aktionären im Verhältnis 2:1 zu pari zuzüglich Börsenumsatzsteuer zum Bezug anzubieten. Bei erhöhtem Ausstoß rechnet die Verwaltung für das laufende Jahr wieder mit einer angemessenen Dividende. Die Gesellschaft hat zuletzt für das Geschäftsjahr 1954 eine Dividende von 9 v. H. auf 4,78 Mill. DM Grundkapital gezahlt.

Colonial-Versicherungsgruppe: Kapitalumstellung beschlossen. Die HV der Colonia Kölnische Versicherungs AG und der Colonia Rückversicherungs AG, beide Köln, beschlossen antragsgemäß, das Grundkapital im ersten Falle 10 : 3 auf 4,8 Mill. DM und im zweiten Falle 20 : 7 auf 1,05 Mill. DM umzustellen. In der HV der Colonia Kölnische Rückversicherungs AG gab ein Aktionär gegen das nach seiner Ansicht ungünstige Umstellungsverhältnis Protest zu Protokoll. Der AR-Vorsitzende Dr. Robert Pferdmenges wies u. a. darauf hin, daß die Gesellschaft durch das Umstellungsgesetz besonders hart betroffen wurde, weil sie damals über wenig Sachwerte verfügte. Deshalb sei auch die starke Zusammenlegung des Grundkapitals erforderlich geworden. Nach der ungünstigen Entwicklung in den ersten Jahren nach der Währungsreform könne man nunmehr der Zukunft mit Zuversicht entgegensehen. Die Geschäftsführung hoffe, auch für das Geschäftsjahr 1954, über das voraussichtlich im Januar nächsten Jahres Rechnung gelegt werde, wie für 1953 (erstmals) 8 v. H. Dividende verteilen zu können. Von Vorstandsseite wurde ergänzend mitgeteilt, daß die Gesellschaft im Jahre 1954 um rund 10 v. H. höhere Prämieneinnahmen von 66,93 Mill. DM (1953: 60,43 Mill. DM) erzielt hat. Der nach dem Betriebsverfassungsgesetz neu gewählte AR besteht aus: Dr. h. c. Robert Pferdmenges, Köln (Vors.): T. D. Kessel, Köln: Karl Haus, Köln; Heu mann Heusch, Aachen: August von Joest, Wesseling; Eugen G. von Langen, Köln; Dr. jur C. A. Pastor, Aachen: Bruno Stieringer, Hannover, sowie vier Vertretern der Arbeitnehmer. Die Colonia Rückversicherungs AG wird die Abschlüsse für die zurückliegenden Jahre Anfang, nächsten Jahres vorlegen; für 1953 werde voraussichtlich die Gesellschaft ebenfalls mit 8 v. H. die Dividendenzahlung aufnehmen. –

Kapitalerhöhung bei Industriekreditbank beschlossen. Die HV der Industriekreditbank AG, Düsseldorf, genehmigte die Erhöhung des Grundkapitals um 12 auf 66 Mill. DM. Die neuen, für das Geschäftsjahr 1955/56 (1. April bis 31. März) dividendenberechtigten Aktien werden von einem Bankenkonsortium unter Führung der Rheinisch-Westfälischen Bank mit der Maßgabe übernommen, davon Mill. DM den Aktionären der Gruppe A-Aktien im Verhältnis 2 zu 1 zu 110 v. H. anzubieten und die restlichen 3 Mill. DM zu 125 v. H. im Interesse der Gesellschaft zu placieren. Ein Aktionärsantrag, den Bezugskurs auf pari festzusetzen, wurde abgelehnt. Die HV genehmigte ferner für das Geschäftsjahr 1954/55 (31. 3.) wieder 6 v. H. Dividende auf die A-Aktien (18 Mill. DM) und 3 v.H. auf die B-Aktien (36 Mill. DM).

Die Chemische Werke Albert, Wiesbaden-Biebrich, die im Mai eine Kapitalerhöhung um 2,615 Mill. DM auf 15,69 Mill. DM vorgenommen hat, berief eine ao. HV zum 28. Oktober ein, die über die Ausgabe von 5 1/2prozentigen Wandelschuldverschreibungen im Betrage von bis zu 7,5 Mill. DM Beschluß fassen soll.

Kapitalerhöhung der Bayerischen Vereinsbank. Der AR der Bayerischen Vereinsbank, München und Nürnberg, hat beschlossen, der am 5. November stattfindenden ao. HV die Erhöhung des Grundkapitals von 22 auf 33 Mill. DM vorzuschlagen. Die neuen Aktien sind vom 1. Januar 1956 an dividendenberechtigt. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre soll mit der Maßgabe ausgeschlossen werden, daß sich die Ubernehmer verpflichten, den Aktionären die neuen Aktien im Verhältnis 2:1, zum Kurse von 115 v. H. zuzüglich Börsenumsatzsteuer, zum Bezug anzubieten.