Der Vorstand der Hamburger FDP hat gerügt, daß es bisher dem Verwaltungsrat des Norddeutschen Rundfunks nicht möglich war, einen Intendanten zu wählen. Dem Verwaltungsrat übergeordnet ist der Rundfunkrat, in dem der FDPBürgerschaftsabgeordnete Leser einen Sitz hat. Ihm gab der Vorstand seiner Partei den Hinweis, daß bisher Ernst Schnabel den Posten des Intendanten vom Funkhaus Hamburg zur allgemeinen Zufriedenheit ausgeübt habe; daher solle Schnabel — abseits der Ausschreibungen — gefragt werden, ob er das Intendantenamt des zukünftigen NDR übernehmen wolle. Zugleich wird betont, daß dies Amt unabhängig von parteipolitischen Erwägungen an den besten verfügbaren Mann vergeben werden solle, wobei man sich wohl klar darüber seiri müsse, daß kein Intendant es allen werde rechtmachen können.

Wer die Sorgen der am zukünftigen Norddeutschen Rundfunk Beteiligten und zugleich die praktische Funkarbeit ein wenig kennt, wird diesen Hinweis nur unterstreichen können. In einer von beiden christlichen Kirchen einberufenen Tagung über Funkfragen in Loccum (über die DIE ZEIT in Nr. 40 kurz berichtete) ist wiederholt die Tatsache bedauert worden, daß in den nord- und westdeutschen Funkgesetzen die Landtage und damit die politischen Parteien allein den Ausschlag bei der Wahl der Funk Gremien geben. Dies Bedauern wäre voll und ganz gerechtfertigt, würden die Parteipolitiker ihrem Vorsatz untreu, besonders bei der Wahl des Intendanten das parteipolitische Kräftespiel ruhen zu lassen; vor allem die bürgerlichen Parteien — in deren Reihen manch gewichtiges kritisches Argument gegen die neuen Funkgesetze laut geworden war — haben von Anfang an betont, sie würden bei der Wahl des Intendanten nur solche Richtmaße gelten lassen, nach denen der tüchtigste Funkmann gefunden werden könne, der selbständig ein integerer Mensch und ein echter Demokrat sein müsse. Sobald die Gremien des Westdeutschen Rundfunks die intendantenlose Zeit rasch abkürzten, indem sie den bewährten Kölner Funkleiter Hartmann in sein Amt zurückberiefen, lag der Gedanke nahe, die norddeutschen Gremien sollten ebenso handeln, zumal Ernst Schnabel, der bisherige Chef der norddeutschen Sendegrupne des NWDR (dem außer dem (JJjmburger Funkhaus die Sendehäuser und Stuals diHannover, Oldenburg und Flensburg angehözogen v>m Fachlichen aus noch am ehesten als der her, uncTschien, der dem kommenden NorddeutHandelsscfndfunk das erwünschte Gegengewicht die Deutsrmächtige Sendegruppe des Westdeutschen etwa 5000 könne (Schnabel hatte als Organisagleichen Kaiibigender Programmgestalter ein gutes Verglichen mgeschaffen, aus dem ein oder zwei des Krieges aus c ein vortreffliches Team machen damals fast ein tiat als Funk Künstler einen neuen 450, als Bordwafo des Hörbildes, entwickelt, das sind es 1000 und lilnahme der Anspruchsvollen als der Granate war breitester Hörerkreise gefunden 1100. Dank nei Sprengstoffen du , von einem Kilom.

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Holstei" Ril erkaM gj " 1 Gierigkeiten auch dadurch erhöht, es angesichts der unklaren Verhält"g, den Platz frühzeitig — oder vorzeitig nen, und in die Einsamkeit ging, um ein Areiben. Inzwischen wurde die Stelle offen tj geschrieben; das war korrekt und hätte sehr zu einem Erfolg führen können, beispielsdann, wenn erprobte Leute aus dem Schna"len Team sich gemeldet hätten; doch niemand —"Inen meldete sich, da ihnen — ein ungewöhnFall! — die Hoffnung auf eine Rückkehr u rbels wichtiger war als der eigene Aufstieg, i erweil bemühte sich der neugewählte NDR VerTvaluingsrat, dem ja die Wahl des Intendanten obliegt, in der Suche nach dem geeigneten Mann vorwärts zu kommen, und wenn es dabei zuzeiten so aussah, als könne ein politischer Handel daraus werden — der doch durchaus vermieden werden sollte —, so ist dies gewiß niemandem ärgerlicher gewesen als den Beteiligten selbst.

An den Intendanten des "Monopol Instituts" Funk pflegen nun einmal viele Ansprüche von vielen Seiten gestellt zu werden. Ehe ein solcher Intendant da ist, sieht sich das Wahlgremium im Mittelpunkt der Forderungen. Dabei entwickelt sich eine sein soll. Wer aber diesem theoretischen Bilde in der Praxis Rechnung tragen kann, wird am ehesten ein Mann sein, der in jahrelanger Arbeit gezeigt hat — nicht wie er persönlich zu den Parteien, Konfessionen, Interessen- und Berufsgruppen steht, sonden: in welchem Maße er ihnen die Möglichkeit gegeben Lat, über Funkwellen sich der Allgemeinheit mitzuteilen. Dies ist schließlich nicht nur eine Sache der Gerechtigkeit, des Abwägenkönnens, des Über den Dinger Stehens, sondern auch eine Frage funkischen Fachköinens, das sich in den Dienst aller stellt und besonders ir den Dienst jener Kräfte, auf denen unsere westeuropäische Kultur beruht. .