Der saarländische Innenminister Hector stand vor der Aufgabe, den Bestand der landeshauptstädtischen Feuerwehr um acht Löschfahrzeuge zu vermehren. Da offenbar ein Produkt europäischer Zusammenarbeit von seltener Eindringlichkeit entstehen sollte, wurden die Fahrgestelle der Wagen in Frankreich, ihre Spezialaufbauten dagegen in Westdeutschland bestellt. Als die Chassis zur Endmontage in ein Industriewerk an der Donau rollten, stellte man dort einen groben Koordinierungsmangel der völkerverbindenden Arbeitsteilung fest: Die französischen Fahrzeugteile wichen bis zu sechzig Millimeter von den Konstruktionsunterlagen ab und machten jetzt Änderungen an den bereits fertiggestellten Rahmen und Aufbauten notwendig. Da die Kotflügel gleichfalls nicht mehr zur Karosserie passen wollten, wurde eine saarländische Firma mit ihrer Spezialanfertigung beauftragt.

Die acht Fahrzeuge würden aus der Serie des Werkes in Westdeutschland (einschließlich Einfuhrzoll) 46,4 Mill. ffrs. gekostet haben; für die "Maßanfertigungen" Dr. Hectors mußten 57,6 Mill. ffrs. bezahlt werden. Die europäischen Sonderausführungen wurden demnach mit einem Aufschlag von 11,2 Mill. ffrs. geliefert. Kein Wunder, wenn die Neigung der Saarländer gering ist, sich an weiteren europäisch firmierten Angeboten interessiert zu zeigen! H. M.