Zur Verbesserung der Relation der eigenen Mittel zu den Verpflichtungen beschloß eine aoHV der Vereinsbank in Hamburg, auf der von dem bisher 12 Mill. DM betragenden AK 9,843 Mill. DM vertreten war, eine Kapitalerhöhung um 4 Mill. auf 16 Mill. DM. Die neuen Aktien werden von verschiedenen, dem Hamburger Bankinstitut nahestehenden Banken übernommen, die sie den Aktionären im Verhältnis von 3 : 1 zum Kurse von 100 v. H. zum Bezüge anbieten werden. Die auf die Inhaber lautenden Aktien haben bereits eine Gewinnberechtigung ab 1. Januar 1955.

Wie Senator a. D. Max Detlev Ketels, der Vorsitzer des AR der Vereinsbank in Hamburg, mitteilte, sind die Kreditwünsche der Bankkundschaft nach wie vor stark. Selbst wenn sich die steigenden Umsätze auf das Bilanzvolumen nicht auswirken, erschien der Bank im Zuge dieser Entwicklung die Erhöhung des Kapitals auch bei nahezu gleichbleibenden Verpflichtungen notwendig. Ketels deutete ferner an, daß für das laufende Geschäftsjahr mit einer mindestens gleich hohen Dividende wie im Vorjahre auch auf das erhöhte Kapital zu rechnen sei. Zu Börsengerüchten, daß die Vereinsbank die Ausgabe von Gratisaktien vorgesehen habe, erklärte Senator a. D. Ketels, daß die Ausgabe von Gratisaktien den Interessen des Unternehmens nicht dienen würde, zumal nach dem gegenwärtigen Stand der Steuergesetzgebung die Ausgabe von Gratisaktien eine kapitalverkehrssteuerpflichtige Gewinnausschüttung an die Aktionäre bedeuten würde, die zudem bei den Aktionären noch einkommensteuerpflichtig sei. we.