Bevorzugte Neger

"Man will nun auch für die Neger von Britisch-Togoland in Westafrika eine allgemeine Volksabstimmung veranstalten", schreibt die Zürcher Tat, "um sie entscheiden zu lassen, was mit ihrem Land geschehen soll. Manche Europäer können ihre schwarzen Brüder um derartige Privilegien beneiden. Weder läßt man die Bewohner des Saargebietes darüber abstimmen, ob sie deutsche Staatsbürger sein wollen – was sie immer waren! –, noch läßt man die Bevölkerung der Sowjetzone frei darüber abstimmen, was sie wollen, ebensowenig die Südtiroler. Von den Völkerschaften hinter dem europäischen Eisernen Vorhang ganz zu schweigen ..."

Das allgemeine Wahlrecht, die letzte Frucht des Zeitalters der Aufklärung, wird in der Tat aus den abendländischen Gebieten seines Entstehens immer mehr verdrängt und findet Zuflucht in fernen Kontinenten, wo des Lesens und Schreibens Unkundige, auf symbolischen Bildtafeln ihren Willen kundtun.

Der Ermordete ist schuld

Während seines Plädoyers stellte der Verteidiger Huppenkothens, Dr. Alfred Seidl, die Behauptung auf, es sei "nicht ausgeschlossen, daß es durch die Tätigkeit der Widerstandskämpfer überhaupt erst zum zweiten Weltkrieg gekommen sei.

Böse Aussichten

Innerhalb der nächsten zehn Jahre sei mit interkontinentalen Atomraketen zu rechnen, erklärte Marschall Montgomery während einer Generalstabsbesprechung in London, auf der die Reorganisierung der westlichen Heereseinheiten erörtert wurde. Ungefähr zur gleichen Zeit würden mit Foto- und Fernsehapparaten ausgerüstete Erdsatelliten jeden beliebigen Punkt der Erde überwachen, können. Die dabei gemachten Aufnahmen würden automatisch entwickelt und durch Radiowellen zur Erde gesandt.