Die Deutsche Shell A G hat den Wiederaufbau ihrer durch Kriegseinwirkung zerstörten Werke und tertriebseinriehtungen abgeschlossen. Der Anlagennettozugang seit der Währungsreform betrug 141 Mill. DM. Das Unternehmen ist bestrebt, auch für die Zukunft durch Betriebserweiterungen und Rationalisierungsmaßnahmen rän zu erwartenden ständig steigenden quantitativen ad qualitativen Anforderungen des Marktes gerecht zu erden TJicht zuletzt durch die großzügige Zurverfügungellung neuer Mittel durch die Aktionäre kann die nanzstruktur der Deutschen Shell A G als günstig an3sehen werden. Nachdem die Gesellschaft 1954 eine apitalerhöhung von 120 auf 170 Mill. DM — durchjführt hatte, wurde dem Vorstand bereits im November jrigen Jahres die Ermächtigung für eine neue Kapitalifstockung um 10 Mill. DM erteilt, die nun durch die V um 20 Mill auf 30 Mill. DM erweitertwurde, on dieser Ermächtigung soll sofort Gebrauch gemacht erden, so daß das Gesellschaftskapital noch in diesem ahr auf insgesamt 200 Mill. DM erhöht werden wird. fit der verstärkten Kapitalbasis sichert die Gesellschaft ie Durchführung der bereits schwebenden Vorhaben. Iber das Anlaufen der in Gemeinschaft mit der BASF segründeten Rheinischen Olefinwerke Gmb H in Wesseing ist bereits kürzlich berichtet worden.

Für das Geschäftsjahr 1954 verbleibt nach Zuweisung von rund 520 000 DM an die gesetzliche Rücklage ein Reingewinn von 10 8 Mill. DM einschl des Vertrages on 912468 DM aus dem Vorjahre. Die HV beschloß die usschüttung von 9v. H. Dividende auf das für 1954 trividendenberechüjjte Grundkapital von 120 Mill. DM. 4uch diese x Dividende wird nach Abzug der Kapitaljrtragsteuer für die Kapitalaufstockung verwendet werden. Der Umsatzerhöhung gegenüber 1953 von 1 575 lill t auf 1 833 Mill t konnte infolge der eingetretenen reissenkungen bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung der rodukte ( insbesondere bei Treibstoffen) nur eine Warenerlössteigerung um 109 auf 936 Mill. DM gegenübergestellt werden. Beachtenswert ist, daß der ausgewiesene Reingewinn nur lv. H des wertmäßigen Umsatzes ausmacht oder lediglich 0 55 Pf auf l kg der abgesetzten Menge. Auch für das laufende Geschäftsjahr wird ein ähnliches Ergebnis wie für 1954 erwartet, da der Tendenz zu weiterer Erlösminderung durch das erneut vergrößerte Umsatzvolumen und innerbetriebliche Rationalisierungsmaßnahmen begegnet werden konnte. E. Daimler Benz zieht sich vom Rennsportwagen Rennen zurück. Anläßlich einer Feierstunde der Daimler Beiz A G, in der die Fahrer, die die Weltmeisterschaft fir Grand Prix Rennwagen die internationale SportwagenMeisterschaft und die Europa Tourenwagen Meistersduft errungen haben, geehrt Wurden, teilte Prof. Dr. Frtz Nallinger mit, daß die Gesellschaft für die nächste Zeit ebenfalls von einer Beteiligung an RennsportwagenRennen absehen will. Die Weiterentwicklung des Produktionsprogramms lasse es ratsam erscheinen, die hochqualifizierten Kräfte der Konstruktions- und Versuchsabteilung ohne allzu starke Überlastung allein auf jenem Gebiet tätig werden zu lassen, das für die Kundschaft der Gesellschaft am interessantesten ist, nämlich auf dem Gebiet des Serienwagenbaues, Es liege daher nichts naher, als jetzt zunächst einmal eine verstärkte Auswertung und Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse auf den Serienwagen zu betreiben und die befähigten Kräfte des Werkes von der Doppelbelastung zu befreien. Wie zu erfahren war, hat die Daimler Benz AG bereits in den ersten acht Monaten dieses Jahres den Milliardenumsatz des Jahres 1954 erreicht. Der Export dürfte sich noch darüber hinaus ausgeweitet haben. Die Zahl der Beschäftigten ist auf über 45000 gestiegen. Die Gillette Roth Bttchner GmbH, Berlin, hat ihr Stammkapital um 0 18 Mill. DM auf 80 Mill. DM erhöht. In Anrechnung auf die neue Stammeinlage hat die Gillette Company, Boston,0 125 Mill. DM Geschäftsanteile der Gillette Savety Razor Company of Germany GmbH eingebracht.