am. iel., Dessau

Das 20 000 Einwohner zählende Städtchen Zerbst nordwestlich von Dessau an der Nuthe blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück. Im zweiten Weltkrieg wurde das mittelalterliche Stadtbild fast völlig zerstört. Die Stadtverwaltung gab jetzt zum erstenmal das Ausmaß der Schäden und des Wiederaufbaues bekannt. Danach wurden von den 7000 Wohnungen über 4000 völlig zerstört und über 2000 schwer beschädigt. In den zehn Jahren seit Kriegsende konnten erst 100 Wohnungen neu erstellt und einige hundert beschädigter repariert werden. Erhalten blieben die Stadtmauertore und das Franziskanerkloster. Letzteres dient heute als Oberschule und Heimatmuseum. Auf dem Turm des aus dem 13. Jahrhundert stammenden Gebäudes wurde zudem eine Sternwarte eingerichtet. Das Museum birgt für Bibliophile eine Kostbarkeit: eine Lucas-Cranach-Bibel.