Die von der Deutschen Bundesbahn unter dem Druck der nachlässigen Be- und Entladung ihrer Güterwagen verfügte Erhöhung des Wagenstandgeldes war eine ausgezeichnete Medizin: am Tage der "Preiserhöhung" war die Zahl der der Deutschen Bundesbahn nicht rechtzeitig wieder zur Verfügung gestellten Güterwagen schlagartig auf, 7700 zurückgegangen, gegenüber 10 500 Wagen, die noch acht Tage zuvor gemeldet worden waren. Dadurch war es der Bahn möglich, an diesem Tage mit 65 400 gestellten Güterwaggons eine neue Höchststellzahl zu erreichen. Wenn auch nicht anzunehmen ist, daß dieser Fortschritt ausschließlich auf die spürbare Erhöhung des Wagenstandgeldes zurückzuführen ist, so darf doch angenommen werden, daß der (leider etwas späte) Entschluß wohl in erheblichem Maße zur Beseitigung des in der verladenden Wirtschaft mehr und mehr eingetretenen Schlendrians beigetragen hat. Hier hat sich also endlich einmal eine "Preiserhöhung" als sinnvoll erwiesen, weil sie der Masse der pünktlichen Be- und Entlader zugute kommt und ihnen vermeidbare Kosten sparen will. we.