Ende Oktober wurde am Nordufer des Athabaska-Seesin der kanadischenProvinzSakatschewan die "Gunnar Uranium Mine" in Betrieb genommen. Seitdem ein Prospektor dort die ersten Funde von Uranit gemacht hatte, entwickelte sich in weniger als zwei Jahren ein Unternehmen, dem etwa 160 Mill. t Uranerz zum Abbau zur Verfügung stehen. In dem an Uranvorkommen reichen Beaverlodge-Gebiet von Sakatschewan, das sich über 1400 Quadratmeilen nördlich von der aus dem Boden gestumpften Stadt Uranium City erstreckt, sind nunmehr sechs Bergwerke im Betrieb. An der Uransuche und an dem Abbau sind insgesamt 75 Gesellschaften beteiligt, von denen die Gunnar Uranium Mine Co. bei weitem die größte ist. Der Abbau erfolgt im Tagebau. Durch Bohrungen wurde festgestellt, daß die hochgradiges Uranit führende Schicht sich in einer Tiefe von mehreren hundert Fuß auch unter dem Athabaska-See erstreckt.

Die Uranproduktion in der Südafrikanischen Union hat gleichfalls eine beachtliche Zunahme zu verzeichnen. Wie aus dem soeben veröffentlichten Vierteljahresbericht der Anglo American Corporation hervorgeht, haben die Nettogewinne ihrer Goldminen aus der Uranproduktion erheblich zugenommen. Sie beliefen sich bei den vier von elf Goldminen, die bisher die Uranproduktion aufgenommen haben, im dritten Quartal 1955 auf 708 932 £ gegenüber lediglich 597 292 £ im zweiten Quartal. E. K.