w. d., Gnesen

Der weltbekannte Dom zu Gnesen mit seinen kulturhistorisch wertvollen Bronzetüren wurde vor kurzem von den Polen renoviert. Das Bauwerk soll durch Sternfahrten von Jugenddelegationen aus dem Posener Land stärker zur praktischen Geschichtspropaganda herangezogen werden. Alle Besucher werden zu einem Grabmal geführt, das von dem deutschen Bildhauer Veit Stoß für einen Erzbischof angefertigt worden ist. Polen behauptet seit langem, Veit Stoß sei polnischer Herkunft. Jenseits der Oder nennt man ihn Wit Stwosz. In diese Art der Polonisierungsoffensive wurde auch die St.-Johannis-Kirche in Gnesen einbezogen, die gleichfalls renoviert worden ist.