Der mid (Motor-Informations-Dienst) erinnert daran, daß schon vor Verabschiedung des ersten Verkehrsfinanzgesetzes vom Ministerium Seebohm ein zweites Gesetz der gleichen Art angekündigt worden sei, das, zum Jahresbeginn 1956 in Kraft tretend, eine nochmalige Erhöhung der Mineralölsteuer bringen sollte, und zwar für Benzin, das zwei Pfennige teurer geworden ist, um weitere acht Pfennige, und für Dieselöl (bisher plus 10 Pfennige) um weitere 20 Pfennige ... Ob ein aktueller Anlaß gegeben ist, gerade jetzt an die bewußten Pläne zu erinnern, wonach "der Verkehr der Straße angepaßt werden soll", anstatt umgekehrt, ist dem Informationsdienst nicht zu entnehmen; man darf aber ja wohl hoffen, daß die Parole "Preise halten – Preise senken – Verbrauchssteuern abbauen" auch für die Verkehrs Wirtschaft gelten soll. – Wie der Informationsdienst weiter berichtet, wird die Firma Opel im Frankfurter Stammhaus wie auch "in sämtlichen Filialen im Bundesgebiet" jetzt eigene Tanksäulen aufmachen, wo Benzin – unter der Bezeichnung – Volkskraftstoff" – billiger abgegeben werden soll. Dr. Georg v. Opel erklärte, daß seine Pläne mit diesem "Volkskraftstoff" sehr begrenzt seien. Außer an Säulen der eigenen Unternehmung und der Filialbetriebe soll im hessischen Raum im Höchstfall an einer freien Tankstelle in einem Ort dieser Kraftstoff verzapft werden, wenn die Gewähr dafür gegeben ist, daß solche Tankstellen verkehrsungünstig und daher nicht im Konkurrenzbereich der Normalsäulen liegen, und wenn ferner auf jeglichen Kundendienst – insbesondere auf Wasch- und Abschmierdienste – verzichtet wird. E.