ol. an., Rostock

Der Hafen der Ostseestadt Rostock hat sich zum größten und leistungsfähigsten der Sowjetzone entwickelt. Die Stadtverwaltung verweist darauf, daß seit der Vorkriegszeit die Kapazität zwischen 400 und 500 Prozent gestiegen sei, und daß seit 1945 die Gleisanlagen im Hafen verdoppelt wurden. Der Umschlag betrage jetzt pro Jahr mehr als eine Million Tonnen, nachdem alle Kriegsschäden beseitigt worden seien. Der Ehrgeiz der Stadtverwaltung geht dahin, Rostock wie Hamburg zu einem schnellen Hafen zu machen. Dazu wurden Neuanschaffungen wie zwei Portalkräne, fünf Verladebrücken mit einer Tragfähigkeit von je 10 t und ein Derrikkran mit einer solchen von 58 t vorgenommen. Zur Zeit werden Rostock und sein Vorhafen Warnemünde von höchsten! 100 Schiffen monatlich angelaufen. Der Umschlag ist sehr vielseitig. Zum Beispiel werden Eisenerze aus Albanien, Baumwolle aus Ägypten, Holz aus Finnland, Getreide aus der UdSSR, aus Norwegen und Island Fischwaren, aus Dänemark Braugerste, Fleisch und Fett und aus Schweden Spezialhölzer in Rostock angelandet. Verladen werden hier für die UdSSR Kabel, Maschinen und Buna, für Schweden Zement und für andere Länder Elektroerzeugnisse, Chemikalien, Glaswaren, Spielzeug, Fotoartikel und Maschinen der Schwer- und der Leichtindustrie.